«Ms New Orleans», «Lady Louis», «Queen Clarinet»: Das sind nur einige der Spitznamen von Doreen Ketchens. In Luzern trifft die amerikanische Klarinettistin auf junge Musiker*innen des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO). In Workshops und bei gemeinsamen Auftritten tauchen sie in New Orleans’ reiches Musikerbe ein und entwickeln während einer Woche ein Programm: ein «work in progress» im Austausch von Neuer und Alter Welt. Es geht um Improvisation, um das Zugleich von Musizieren und Marschieren und um die Strasse als urbanen Ort, an dem sich Menschen, musikalische Traditionen und Geschichte begegnen. Mit dem Komponisten und Schlagzeuger Jessie Cox und der Pianistin Simone Keller bringen zwei Schweizer Künstler*innen weitere Perspektiven und Erfahrungen ein. So entsteht keine folkloristische Hommage an ein vergangenes Amerika, sondern ein vielstimmiger, durchaus auch widersprüchlicher «American Dream».
In den Strassen: City Stage
Herausspaziert! Denn die Musik spielt nicht nur im KKL, sondern in ganz Luzern. Mit dem neuen Format «In den Strassen: City Stage» tragen wir Lucerne Festival nach draussen in die Stadt: sechs Tage lang, vom 25. bis 30. August. Wir haben unser «Festival im Festival» neu erfunden, um das Angebot eng mit unserem Hauptprogramm zu verschränken. Da spürt Doreen Ketchens, Amerikas «Queen Clarinet», den Anfängen des Jazz im Schmelztiegel von New Orleans nach – genau wie die Dixie-Ramblers, eine Schweizer Marching Band. Da landet ein gelber Heissluftballon, zugleich Pop-Up-Installation und Mini-Konzertsaal. Klangspaziergänge entlang der Museggmauer spitzen unsere Ohren für die vielfältigen Sounds der Stadt. Ein Schlagzeugquartett begeistert mit perkussiver Minimal Music. Und das Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) wird zur «Symphonic Jukebox».