Vita

Der in Barcelona geborene Enrique Mazzola wuchs in Mailand auf und studierte dort zunächst Violine und Klavier, später Dirigieren und Komposition am Konservatorium «Giuseppe Verdi». 1993 debutierte er beim Maggio Musicale in Florenz, von 1999 bis 2003 war er Musikalischer Direktor des Cantiere Internazionale d’Arte in Montepulciano. Sieben Jahre, von 2012 bis 2019, stand er an der Spitze des Orchestre national d’Île de France, seit Beginn der Saison 2021/22 leitet er als Music Director die Chicago Lyric Opera, die seinen Vertrag bis 2031 verlängert hat. 2026/27 bringt er dort Neuproduktionen von Donizettis Don Pasquale, Massenets Hérodiade und Verdis La traviata heraus. Viele Jahre war Mazzola den Bregenzer Fest­spielen eng verbunden, von 2022 bis 2024 sogar in der Position des conductor-in-­residence. An der Deutschen Oper Berlin war er von 2018 bis 2025 als Erster Gastdirigent tätig und erarbeitete dort einen Meyerbeer-­Zyklus. Darüber hinaus tritt Mazzola regelmässig an den grossen Opernhäusern der Welt auf: an der New Yorker Metropolitan Opera, wo er sich in der neuen Saison Donizettis Maria Stuarda widmet, an der Niederländischen Nationaloper, an der Opéra national de Paris, an der Wiener und der Berliner Staatsoper, am Opernhaus Zürich. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte er Offenbachs Orphée aux Enfers, und auch beim Glyndebourne Festival und in Aix-en-Provence war er schon mehrfach zu Gast. Enrique Mazzola hat sich auch in der zeitgenössischen Musik einen Namen gemacht: So verantwortete er die Uraufführung von Alberto Collas Il processo an der Mailän­der Scala, von Azio Corghis Isabella beim Festival di Pesaro, von Luca Lombardis Il re nudo an der Opera di Roma und von Arnaldo de Felices Medusa an der Bayerischen Staatsoper. Im Konzertbereich arbeitete Mazzola u. a. mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Oslo Philharmonic, dem Philharmonia Orchestra und dem London Philharmonic Orchestra, dem Orchestre national du Capitole de Toulouse und den Wiener Symphonikern zusammen.

Juli 2026