«Goldberg-Variationen»: Weitere Plätze im Paket

Die drei Konzerte mit Bachs Goldberg-Variationen in Meggen (8. bis 10. Mai) waren schon wenige Stunden nach dem Verkaufsstart restlos ausgebucht. Kein Wunder: Erstmals arbeitet Víkingur Ólafsson mit dem dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson zusammen, der für die Aufführungen in der Piuskirche mit ihren lichtdurchlässigen Marmorwänden eine neue Lichtinstallation entwickelt.

Damit mehr Musikfans dabei sein können, haben wir die Platzkapazitäten nochmals angepasst und bieten zusätzliche Karten für alle drei Aufführungen der Goldberg-Variationen an, jeweils im Paket mit einem weiteren Konzert unseres Pulse-Festivals in der Folgewoche im KKL Luzern. Für die Konzerte im KKL können Sie Karten aus den Preiskategorie I-IV auswählen.

Karten für die Goldberg-Variationen am 8. Mai erhalten Sie also, wenn Sie zugleich Karten das Pulse-Konzert mit dem Danish String Quartet am darauffolgenden Freitag (15. Mai) buchen. Karten für die Aufführung am 9. Mai gibt’s in Kombination mit Víkingur Ólafssons Rezital am darauffolgenden Samstag. Und die Goldberg-Variationen am 10. Mai bieten wir zusammen mit dem Pulse-Abschlusskonzert am 17. Mai mit Víkingur Ólafsson, Patricia Kopatchinskaja und dem Mahler Chamber Orchestra unter Elim Chan an. 

Víkingur Ólafsson über ...

  • … Lucerne Festival Pulse

    Ich liebe es, Programme zu entwerfen, die vom Barock oder gar der Renaissance bis in die Gegenwart reichen. Für mich sind diese 300 oder 400 Jahre nur ein Wimpernschlag. In Bezug auf die Menschheitsgeschichte ist das rein gar nichts. Sie umfassen bloss einen winzig kleinen Teil der menschlichen Existenz auf der Erde. Und genauso verhält es sich mit der klassischen Musik — sie ist gar nicht alt! Bei Lucerne Festival Pulse werden wir zeigen, dass die Klassik noch in den Kinderschuhen steckt. Und dass Johann Sebastian Bach und György Ligeti zusammengehören.

    Der Puls steht für das Leben – und ist die Grundlage der Musik. Wie der Puls des menschlichen Herzens schlägt auch der Puls der Musik gleichmässig, aber niemals statisch. Er ist nicht mechanisch, sondern ermöglicht interpretatorische Freiheit. Er reagiert auf unsere Emotionen und Erfahrungen, sein Tempo ändert sich ständig, aber er ist auch der Garant für Ausgewogenheit und pumpt das «Blut» der Musik in all ihre Verästelungen.

  • … das Festivalthema « Time and Space »

    Warum dieses Thema? Warum dieses Programm? Musik ist Zeit im Raum, ist Tonhöhe und Akustik. Mit «Time and Space» reisen wir durch die Zeit, verbinden die Jahrhunderte und ganz unterschiedliche Persönlichkeiten. In allen Konzerten wird es Spuren von Bach geben, dem vielleicht modernsten aller Komponisten. Während manchmal das, was gerade neu komponiert wurde, am romantischsten klingt. «Time and Space» erlaubt uns, Musik in einer möglichst weiten Perspektive zu erkunden. Und zwischen den unterschiedlichen Stilen zu springen. Es ist ein Spielplatz der Ideen.

  • … Olafur Eliasson

    Olafur Eliasson ist eine grossartige, eine irgendwie explosive Persönlichkeit. Er wird meine musikalische Deutung der Goldberg-Variationen in Echtzeit visualisieren: Das wird ziemlich futuristisch, ein schöner Clash von Ideen, Kunstformen und kreativen Köpfen. Olafur denkt in seinem Schaffen unglaublich musikalisch, und das macht unsere Zusammenarbeit so produktiv.

  • … die «  Goldberg-Variationen» in der Piuskirche

    Die Goldberg-Variationen sind für mich reine Architektur – deshalb eignen sie sich so gut für eine Visualisierung. Die wunderschöne Piuskirche in Meggen mit ihren dünnen, lichtdurchlässigen Marmorwänden ist ein intimer Raum, einfach perfekt für Bachs Musik und diese neue Art von Erfahrung. Ich verspreche mir davon ein sehr persönliches, intimes und aufregendes Erlebnis. Bach ist die Zukunft.

Olafur Eliasson über ...

  • ... «The Shadows of Sounds And the Unforeseeable Shapes of Love»

    Für Víkingur Ólafssons Aufführung der Bach’schen Goldberg-Variationen in der Piuskirche in Meggen werde ich eine temporäre, ortsspezifische Arbeit entwickeln, die in einen Dialog mit der Kirchenarchitektur und der Musik tritt. Sie untersucht die Beziehungen zwischen Raum, Licht und Klang, um das Kirchengebäude zu aktivieren und das Konzert über den konkreten Moment und Ort seines Entstehens hinaus in die Welt zu tragen.

    Schon lange fasziniert mich die Möglichkeit, Klangwellen in Licht zu übersetzen und so synästhetische Erfahrungen zu schaffen, um die Grenzen beider Medien zu überschreiten. In The Shadows of Sounds and the Unforeseeable Shapes of Love setze ich diese Erkundungen fort. Dabei interessieren mich besonders die Auswirkungen von Echo und Nachhall auf unsere Wahrnehmung von Zeit und Raum.