Der isländische Pianist Víkingur Ólafsson kuratiert von 2026 bis 2028 Lucerne Festival Pulse. Geboren 1984 in Reykjavík, studierte er in seinem Heimatland bei Erla Stefánsdóttir und Péter Máté. An der New Yorker Juilliard School war er Schüler von Robert McDonald und Jerome Lowenthal. Von Beginn seiner Karriere an arbeitete er mit zahlreichen zeitgenössischen Komponist*innen zusammen, darunter Philip Glass, dessen Klavierwerk er 2017 auf CD vorlegte. Diese Einspielung eröffnete seine Zusammenarbeit mit dem Label Deutsche Grammophon, auf dem er mittlerweile auch mehrere Bach-Aufnahmen, eine Debussy-Rameau-CD, das Projekt Mozart & Contemporaries und das Album From Afar veröffentlichte. Seine Interpretation der Bach’schen Goldberg-Variationen wurde 2024 mit dem Opus Klassik und 2025 mit dem Grammy ausgezeichnet. Zuletzt erschien die CD Opus 109, die Beethovens Klaviersonate op. 109 mit Werken von Bach und Schubert kombiniert. Víkingur Ólafsson hat u. a. mit dem San Francisco Symphony, dem New York Philharmonic, dem Royal Concertgebouw Orchestra und der Tschechischen Philharmonie zusammengearbeitet. Die Saison 2025/26 eröffnete er beim Philharmonia Orchestra in London, mit dem er auch eine Tournee durch die USA bestritt. Er konzertierte mit dem Los Angeles Philharmonic, mit dem er John Adams’ für ihn entstandenes Klavierkonzert After the Fall unter der Leitung des Komponisten aufführte. Ausserdem wirkte er im Budapester MüPa bei den Feierlichkeiten zu György Kurtágs 100. Geburtstag mit. Ende Mai 2026 kehrt er mit Beethovens Fünftem Klavierkonzert zu den Berliner Philharmonikern zurück. Víkingur Ólafsson erhielt den Rolf-Schock-Preis der Königlich Schwedischen Akademie der Künste und die Goldmedaille der Royal Philharmonic Society. Mit dem Falkenorden wurde ihm der höchste Verdienstorden Islands verliehen; ausserdem ist er Träger des Icelandic Export Award und des Nordic Council Music Prize und wurde von den Magazinen Gramophone und Musical America 2019 bzw. 2025 zum Künstler des Jahres gekürt.
Debut bei Lucerne Festival am 23. November 2019 mit einem Rezital, das Werke von Bach und Beethoven umfasste.
Febraur 2026