Geboren 1968 in Basel, studierte Baldur Brönnimann an der Musik-Akademie seiner Heimatstadt sowie am Royal Northern College of Music in Manchester und hat sich weltweit als einer der führenden Dirigenten zeitgenössischer Musik etabliert. Er widmet sich Komponist*innen wie Harrison Birtwistle, Pierre Boulez, Unsuk Chin, Georg Friedrich Haas, Helmut Lachenmann, Olga Neuwirth, Kaija Saariaho oder Claude Vivier und wurde zu Festivals wie den BBC Proms, Wien Modern, den Darmstädter Ferienkursen oder Mostly Mozart im New Yorker Lincoln Center eingeladen. Von 2008 bis 2012 leitete Brönnimann das Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia, von 2011 bis 2015 das norwegische BIT20 Ensemble, von 2014 bis 2020 das Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música. Sieben Jahre, von 2016 bis 2023, war er Chefdirigent der Basel Sinfonietta, ehe er 2023 die Künstlerische Leitung bei der Real Filarmonía di Galicia antrat. Regelmässig ist Brönnimann bei Neue-Musik-Ensembles wie dem Klangforum Wien und dem Ensemble intercontemporain zu Gast. Als Operndirigent war er u. a. mit Ligetis Le Grand Macabre an der Komischen Oper Berlin, der English National Opera und am Teatro Colón in Buenos Aires zu erleben, wo er auch Helmut Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern und Bernd Alois Zimmermanns Die Soldaten dirigierte. Beim Bergen International Festival und an der Norwegischen Oper leitete er Kaija Saariahos L’amour de loin, am Theater an der Wien Fausto Romitellis Index of Metals. Wichtig ist Brönnimann die innovative Vermittlung von Musik, nicht zuletzt durch ungewöhnliche Programme, mit denen er die traditionellen Grenzen der klassischen Musik hinterfragt. Auf CD legte er Werke von Dieter Ammann, Pascal Dusapin und György Ligeti vor.
Juli 2026