Im Mai, über das lange Auffahrt-Wochenende, lädt Islands Starpianist Víkingur Ólafsson zu Lucerne Festival Pulse. «Der Puls steht für das Leben – und ist die Grundlage der Musik. Wie der Puls des menschlichen Herzens schlägt auch der Puls der Musik gleichmässig, aber niemals statisch. Er ist nicht mechanisch, sondern ermöglicht interpretatorische Freiheit. Er reagiert auf unsere Emotionen und Erfahrungen, sein Tempo ändert sich ständig, aber er ist auch der Garant für Ausgewogenheit und pumpt das ‹Blut› der Musik in all ihre Verästelungen.»[ML1] 

Das Klavier steht im Zentrum: Víkingur Ólafsson ist solo und mit Orchester zu erleben, spielt Kammermusik und wagt den Brückenschlag zu anderen Kunstformen. Doch Pulse ist kein reines Klavier-Fest. In der ersten Ausgabe 2026 spannte Víkingur Ólafsson den Bogen von Johann Sebastian Bach bis in die Gegenwart: Gemeinsam mit dem Lichtkünstler Olafur Eliasson verwandelte er Bachs Goldberg-Variationen in der Piuskirche in Meggen in ein synästhetisches Gesamterlebnis. Er tat sich mit dem Danish String Quartet und dem Mahler Chamber Orchestra zusammen und liess mit György Ligetis Poème symphonique 100 Metronome ticken. Patricia Kopatchinskaja spielte Alban Bergs berührendes Violinkonzert, Elim Chan dirigierte Brahms Vierte Sinfonie, und Thomas Adès stellte sein Kurzoratorium America. A Prophecy vor.

Das Programm für 2027 veröffentlichen wir Ende November.