Vita

Der 1987 geborene Dirigent und Kompon­ist Teddy Abrams stammt aus Kalifornien. Im Alter von drei Jahren begann er Klavier zu spielen, mit acht wandte er sich der Klarinette zu, und mit zwölf erhielt er seinen ersten Unterricht im Dirigieren bei Michael Tilson Thomas, dem damaligen Musikdirektor des San Francisco Symphony. Später studierte Abrams am San Francisco Conservatory: Klavier bei Paul Hersh und Klarinette bei David Breeden. 2005 wechselte er an Curtis Institute of Music nach Philadelphia und in die Dirigierklasse von Otto-Werner Mueller. Wichtige Impulse erhielt er ausserdem von David Zinman beim Aspen Music Festival. Dort gewann er 2007 auch den Kompositionswettbewerb. Seit 2014 amtiert Abrams als Music Director beim Louisville Orchestra in Kentucky, dessen künstlerische Erneuerung er wesentlich vorangetrieben hat, auch mit Projekten, die in die breite Gesellschaft ausstrahlen. Das Magazin Musical America würdigte seine Arbeit mit der Wahl zum Dirigenten des Jahres 2022; die New York Times bezeichnete ihn als «Maestro des Volkes», der neue Normen gesetzt habe. 2027 tritt Teddy Abrams das Amt des Intendanten beim Ojai Festival an. Als Gast leitete er bereits das Boston, das Chicago und das Houston Symphony Orchestra, das San Francisco Symphony, das Los Angeles Philharmonic, das Saint Paul Chamber Orchestra und zahlreiche weitere amerikanische Orchester. In Europa trat er am Pult des Helsinki Philharmonic Orchestra, des BBC Symphony Orchestra und des Royal Scottish National Orchestra auf. 2025/26 war er artist-in-residence beim Aspen Institute Arts Program. Zu Abrams’ zahlreichen preisgekrönten Kompositionen zählt ein Klavierkonzert für Yuja Wang, das die beiden für die Deutsche Grammophon aufgenommen haben — es wurde mit dem Grammy ausgezeichnet. Auch dem Musiktheater hat er sich mehrfach gewidmet, so mit der theatralen Installation Mammoth und der Rap-Oper The Greatest: Muhammad Ali. Seine Préludes für Klavier legte er 2025 als Pianist auf CD vor.

Mai 2026