Vita

Der Schweizer Pianist Simon Bürki, geboren im Jahr 2000 in St. Gallen, wurde von seiner Grossmutter an die Musik herangeführt. Im Alter von fünf Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht an der Klassik- und Jazzschule in Kyjiw, wo er von Rada Zagorska ausgebildet wurde; Meis­terkurse führten ihn zu Borys Fedorov an die Nationale Musikakademie der Ukraine. Bereits mit elf Jahren errang Simon ­Bürki gleich drei Preise bei der International Competition for Young Pianists in Memory of Vladimir Horowitz. 2017 ging er dann in Weimar als Sieger aus dem Internationalen Franz Liszt Wettbewerb für junge Pianisten in der ­Kategorie der 14- bis 17-Jährigen hervor und gewann in St. Petersburg die Konkurrenz «A Step to Mastery» in der Gruppe der 16- bis 19-Jährigen. 2015 trat Bürki in die Klasse von Farida Nurizade an der ­Zentralen Musikschule in Moskau ein, von 2018 bis 2020 studierte er bei Andrei Pisarev am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium. 2020 wechselte er dann an die New Yorker Juilliard School of Music, wo er seine Ausbil­dung gegenwärtig bei Sergei Babayan, dem einstigen Lehrer von Daniil Trifonov, noch fortsetzt. Simon Bürki interpretierte schon als Zwölfjähriger Mozarts d-Moll-­Konzert mit dem Zürcher Kammerorchester; im Mai 2026 spielte er Rachmaninows Zweites Klavier­konzert in der Zürcher Tonhalle mit der Kammer­­philharmonie Graubünden unter Philippe Bach. Rachmaninow ist auch sein erstes CD-Album Reminiscence gewidmet, das 2023 zum 150. Geburtstag des Komponisten er­schien und ausgewählte Études-­Tableaux sowie andere Werke des russischen Meisters mit Musik von Robert Schumann, Aleksandr Skrjabin, Pjotr Iljitsch Tschaikow­sky und Franz Liszt verbindet. Dafür erhielt er euphorische Kritiken. Der Rezensent Attila Csampai attestierte Bürki «eine auratische Gestaltungskraft» und «perfekte Anschlagskultur».

August 2026