Der Pianist Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und begann seine Klavierausbildung im Alter von drei Jahren. 1995 zog die Familie nach Deutschland, wo Levit das Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke in Hannover fortsetzte, bevor er zu Hans Leygraf ans Salzburger Mozarteum wechselte. Seine internationale Karriere begann er 2005 beim Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv mit gleich vier Preisen. Heute tritt Levit in aller Welt auf und konzertiert mit den besten Orchestern. So wirkte er zur Eröffnung der Saison 2024/25 beim Antrittskonzert von Christian Thielemann bei der Berliner Staatskapelle mit. Im Frühjahr gestaltete er einen Prokofjew-Zyklus mit dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer. Er interpretierte Busonis monumentales Klavierkonzert mit dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Ausserdem ging er mit den Wiener Philharmonikern auf Tour nach Hamburg und Budapest, spielte Kammermusik mit Renaud Capuçon und Julia Hagen und gab zahlreiche Rezitale, die ihn bis nach New York und Los Angeles führten. Mit dem Zyklus der 32 Beethoven-Sonaten, den er auch auf CD einspielte, sorgte Levit in den vergangenen Jahren für Furore. Seit 2022 ist er Co-Künstlerischer Leiter des Heidelberger Frühlings, von 2023 bis 2025 kuratierte er bei Lucerne Festival ein auf drei Jahre angelegtes Klavier-Fest. Levits CDs wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er im Herbst 2024 die beiden Brahms-Klavierkonzerte mit den Wiener Philharmonikern unter Thielemann. Mit Igor Levit — No Fear kam 2022 eine Filmdokumentation in die Kinos, sein Buch Hauskonzert erschien 2021. Igor Levit wurde mit dem Gilmore Artist Award (2018), dem Beethoven-Preis (2020) und dem Carl-von-Ossietzky-Preis (2022) ausgezeichnet. 2024 erhielt er die Buber-Rosenzweig-Medaille und den Deutschen Nationalpreis, 2025 den Kaiser-Otto-Preis und den Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar. Er lehrt seit 2019 als Professor für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.
Debut bei Lucerne Festival am 11. September 2011, als er mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski Skrjabins Prométhée interpretierte.
August 2025