Das 1971 von Otto Tomek gegründete SWR Experimentalstudio versteht sich als Schnittstelle zwischen kompositorischer Idee und technischer Umsetzung. Jährlich werden mehrere Komponist*innen zu Arbeitsstipendien eingeladen, um im kreativen Austausch mit den Studiomitarbeiter*innen ihre Werke zu realisieren. Daneben wirkt das Experimentalstudio an Aufführungen mit und hat sich in den 55 Jahren seines Bestehens als führender Klangkörper für Kompositionen mit Live-Elektronik etabliert. Es gastiert regelmässig bei bedeutenden Festivals wie den Berliner und den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen, dem Festival d’Automne in Paris oder der Biennale di Venezia, wurde an die Mailänder Scala, das Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, das Teatro Real in Madrid und in die New Yorker Carnegie Hall eingeladen. Dabei hat es eng mit so legendären Interpret*innen wie Claudio Abbado, Irvine Arditti, Daniel Barenboim, Peter Eötvös, Roberto Fabbriciani, Gidon Kremer, Maurizio Pollini oder Carolin und Jörg Widmann zusammengearbeitet. Zu den herausragenden Produktionen in seiner Geschichte zählen Werke von Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono, dessen Prometeo das Experimentalstudio seit der Uraufführung im Jahr 1984 bereits mehr als 90-mal realisiert hat. Aus der jüngeren Komponistengeneration haben u. a. Mark Andre, Chaya Czernowin oder Georg Friedrich Haas neue Stücke in Freiburg geschaffen. Nach Hans-Peter Haller, André Richard und Detlef Heusinger leitet seit 2022 Joachim Haas das Experimentalstudio, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 5. September 1990 mit Werken von Halffter, Nono und Boulez.
Mai 2026