Die 1986 in Hongkong geborene Dirigentin Elim Chan spielte zwar schon in ihrer Kindheit Violoncello sowie Klavier und sang im Chor. Ihr Studium in den USA nahm sie zunächst allerdings im Fach Medizin auf, ehe sie sich doch für die musikalische Laufbahn entschied und ihre Ausbildung am Smith College in Northampton (Massachusetts) und bei Kenneth Kiesler an der University of Michigan absolvierte. 2013 wurde ihr das «Bruno Walter Conducting Scholarship» verliehen, 2014 gewann sie als erste Frau die «Donatella Flick LSO Conducting Competition» in London — ein Preis, der ihr die Position des Assistant Conductor beim London Symphony Orchestra eintrug. Danach erhielt sie das «Dudamel Fellowship» und arbeitete 2016/17 eng mit dem Los Angeles Philharmonic zusammen. Von 2018 bis 2023 war Elim Chan Erste Gastdirigentin beim Royal Scottish National Orchestra, von 2019 bis 2024 amtierte sie als Chefdirigentin des Antwerp Symphony Orchestra. Bei den BBC Proms leitete sie 2024 die First Night mit so grossem Erfolg, dass ihr umgehend im nachfolgenden Jahr die legendäre Last Night anvertraut wurde, mit weltweiter Übertragung im Fernsehen. Mittlerweile zählt Chan zu den gefragtesten Pultstars der jungen Generation. In den USA musizierte sie mit dem San Francisco, dem Chicago und dem Pittsburgh Symphony Orchestra zusammen, in Europa mit dem Philharmonia Orchestra, den Wiener Symphonikern und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. In der Saison 2025/26 standen u. a. Auftritte mit dem New York und dem Los Angeles Philharmonic, dem Boston und dem London Symphony Orchestra, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Orchestre de Paris und den Münchner Philharmonikern auf ihrem Terminkalender. Und in der kommenden Spielzeit, im Juni 2027, wartet auf sie ihr Einstand bei den Berliner Philharmonikern. Elim Chan dirigiert ein umfangreiches Repertoire, das sich von der Wiener Klassik bis zur Musik der Gegenwart erstreckt.
Am 30. August 2016 gab sie hier am Pult des Orchesters der Lucerne
Festival Academy ihren Einstand mit Werken von Saariaho, Adams und Bartók.
März 2026