Der Dresdner Festspielchor der Richard-Wagner-Akademie wurde als vokales Gegenstück zum Dresdner Festspielorchester im Zusammenhang mit dem Originalklangprojekt «The Wagner Cycles» gegründet. Er ist Teil der Richard-Wagner-Akademie und widmet sich unter der künstlerischen Leitung von Matthias Jung der historisch informierten Aufführungspraxis im romantischen Chorrepertoire. Die Arbeit des Chores ist eng mit den Forschungs- und Vermittlungsaktivitäten der Richard-Wagner-Akademie verknüpft. So wird die Einstudierung der Götterdämmerung etwa durch begleitende Workshops ergänzt, darunter ein an historischen Quellen orientiertes Sprachtraining. Die Idee, den Dresdner Festspielchor ins Leben zu rufen, stand schon seit Beginn der «Wagner Cycles» im Raum. Dieses Jahr gibt er nun mit der Götterdämmerung, also der einzigen Ring-Oper mit Chorbeteiligung, und mit Verdis Messa da Requiem sein Debut. Für die Produktion des Ring-Finales wird der Chor um Sänger*innen des Sächsischen Vocalensembles sowie des Dresdner Kammerchors erweitert. Eine überwiegende Zahl der Mitglieder stammt jedoch aus dem Chor der KlangVerwaltung, der im Jahr 2000 von Enoch zu Guttenberg anlässlich des 250. Todestages von Johann Sebastian Bach gegründet wurde. Der Chor der KlangVerwaltung ist seit mehr als zwei Jahrzehnten fester Bestandteil der aus dem Bachfest hervorgegangenen Herrenchiemsee Festspiele. 2026 interpretierte er dort Beethovens Neunte Sinfonie. Im Jubiläumsjahr 2025 wurde er zudem Teil der noch jungen Opernfestspiele am Saarpolygon, bei deren Eröffnung er in Mozarts Zauberflöte mitwirkte.
Juli 2026