Vita

50 Jahre, 50 Konzerte: Vor einem halben Jahr­­hundert, im August 1976, begann die da­mals 13-jährige Anne-Sophie Mutter ihre Karriere bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern, wie Lucerne Festival damals hiess. Zu diesem Jubiläum, das noch durch ihren 50. Auftritt beim Festival gedoppelt wird, widmen wir ihr einen Programmschwer­punkt. Nur ein Jahr nach ihrem Luzerner Debut trat Anne-Sophie Mutter schon mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan auf. Seither konzertiert sie weltweit in den bedeutenden Musikzentren und interpretiert neben dem klassischen Repertoire auch viele neue Werke: 34 Partituren hat sie zur Uraufführung gebracht, von Grössen wie Thomas Adès, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutosławski, Krzysztof Penderecki, André Previn, Wolfgang Rihm oder Jörg Widmann. Und auch 2026/27 stellt sie mit dem Tripelkonzert der Iranerin Golfam Khayam wieder neues Repertoire vor. Seit Frühjahr 2026 erscheint bei Alpha Classics eine dreiteilige CD-Reihe mit Musik, die eigens für sie komponiert wurde. Ein wichtiges Anliegen ist Anne-Sophie Mutter die Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses: Zu diesem Zweck hat sie die Anne-Sophie Mutter Stiftung und das Sti­pendiat*innen-Ensemble Mutter’s Virtuosi gegründet. In ihrem Jubiläumsjahr ging sie schon mit dem Zweiten Violinkonzert von John Williams auf Asien-Tournee und leitete im Frühsommer die Berliner Barock Solisten bei zehn Konzerten. Im Frühjahr 2027 kon­zertiert sie mit den Münchner Philharmonikern und Lahav Shani in Europa und den USA und interpretiert mit den Wiener Philharmonikern Pendereckis Metamorphosen. Anne-Sophie Mutter erhielt den Ernst von Siemens Musikpreis, den Leipziger Mendelssohn-Preis und den Polar Music Prize. Bereits vier­mal wurde ihr der Grammy verliehen. Sie ist Trägerin des Grossen Bundesverdienst­kreuzes, des französischen Ordens der Ehren­legion, des Bayerischen Verdienstordens und des Grossen Österreichischen Ehrenzeichens. Seit 2022 ist sie Stiftungsrätin bei Lucerne Festival.

Debut bei Lucerne Festival (IMF) am 23. August 1976 mit Tartini, Bach, de Falla, Paganini und de Sarasate. 

August 2026