Vita

Die Lyrikerin Amanda Gorman gelangte schlagartig zu Weltruhm, als sie 2021 bei der Inauguration von Joe Biden zum Präsidenten der USA ihr Gedicht The Hill We Climb vortrug. Geboren 1998 in Los Angeles, fing sie früh mit dem Schreiben an. Ihr Soziologiestudium an der Harvard University schloss sie 2020 mit Auszeichnung ab. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie indes schon ihr erstes Buch veröffentlicht: Bereits 2015 erschien ihr Gedichtband The One for Whom Food Is Not Enough, 2017 wurde sie zur ersten National Youth Poet Laureate der Vereinigten Staaten ernannt. Die Druckausgabe von The Hill We Climb erreichte sogleich eine Auflage von einer Million Exemplaren, stieg zum Bestseller auf und wurde mit dem Goodreads Choice Award ausgezeichnet. Ebenfalls erfolgreich war die Hörbuch-Version, denn Gormans Kunst fusst nicht zuletzt auf der Rezitation und dem gesprochenen Wort. Ihr jüngster Gedichtband Call Us What We Carry kam 2021 auf den Buchmarkt. Amanda Gorman eröffnete die literarische Saison an der Library of Congress in Washington, D. C., präsentierte ihre Werke bei Einladungen im Weissen Haus, gastierte im Lincoln Center und rezitierte beim Super Bowl ihr Gedicht Chorus of the Captains. Seit Anbeginn ihrer Laufbahn engagiert sie sich als Aktivistin, kämpft gegen Rassismus und Unterdrückung und setzt sich für soziale Gerechtigkeit und die Gleichstellung der Geschlechter ein. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit gilt edukativen Projekten. 2016 gründete sie das Programm «One Pen One Page», das Jugendlichen kostenfreien Unterricht im Creative Writing anbietet, 2021 erschien ihr Kinderbuch Change Sings, und 2023 kam Something, Someday heraus, ein Bilderbuch mit Texten, das sich an die Gruppe der 4- bis 8-Jährigen richtet. Regelmässig tritt sie in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen auf. Amanda Gorman schrieb für die New York Times und die Huffington Post. Sie erreicht eine enorme Medienpräsenz und erschien auf dem Cover der Vogue sowie des Time-Magazins, das sie auf die Liste der «100 Next» setzte.

Juli 2026