Vita

Der 1997 in Clermont-Ferrand geborene Alexandre Kantorow stammt aus einer Musikerfamilie: Seine Mutter ist Geigerin, sein Vater der Geiger und Dirigent Jean-Jacques Kantorow. Im Alter von fünf Jahren begann Alexandre mit dem Klavierspiel. Zu seinen Lehrer*innen zählten später Pierre-Alain Volondat, Igor Lazko, Frank Braley und Rena Shereshevskaya. 2019 gewann Kantorow als erster Franzose den Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Danach entwickelte sich eine kometenhafte Weltkarriere: Kantorow hat inzwischen mit den Berliner Philharmonikern, dem New York und dem Los Angeles Philharmonic, dem Orchestre de Paris, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Budapest Festival Orchestra zusammengearbeitet. Dabei entstand eine besonders enge Verbindung zu den Dirigenten Iván Fischer, Yannick Nézet-Séguin, Klaus Mäkelä, Sir John Eliot Gardiner, Manfred Honeck und Esa Pekka Salonen. In der Saison 2025/26 kamen Auftritte mit der Filarmonica della Scala und Riccardo Chailly, dem London Philharmonic Orchestra und Paavo Järvi und dem Philharmonia Orchestra unter Marin Alsop hinzu, ausserdem seine Debuts beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und beim San Francisco Symphony. Im Herbst 2026 geht er mit Sir Antonio Pappano und dem Chamber Orchestra of Europa auf Europatournee. Alexandre Kantorow, der ein besonderes Faible für die Musik von Johannes Brahms hat, ist auch ein gefragter Kammermusiker, so zuletzt im Zusammenspiel mit der Geigerin Veronika Eberle, dem Bratschisten Timothy Ridout, der Cellistin Sol Gabetta, der Mezzosopranistin Magdalena Kožená und dem Bariton Matthias Goerne. Seine jüngste Einspielung mit Werken von Schubert und Brahms wurde 2025 mit dem Piano Award des Magazins Grammophone ausgezeichnet. Ein breites Publikum erlebte ihn, als er 2024 bei der Eröffnung der Olympiade in Paris im strömenden Regen Ravels Jeux d’eau spielte. Kantorow war zweimal bester Instrumentalkünstler bei den «Victoires de la Musique». 2024 erhielt er den renommierten Gilmore Artist Award.

Juli 2026