Der 2001 in Moskau geborene Alexander Malofeev erhielt mit fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht und studierte später am Gnessin-Institut und am Konservatorium in seiner Heimatstadt. Als 13-Jähriger gewann er den Ersten Preis und die Goldmedaille bei der Nachwuchskonkurrenz des Tschaikowsky-Wettbewerbs. Ein Jahr darauf hörte ihn Riccardo Chailly bei einem Gastspiel in Mailand und staunte nicht nur über die technische Perfektion des jungen Russen, sondern auch über die Tiefe seiner Interpretationen. Chailly verpflichtete ihn später für Konzerte mit dem Lucerne Festival Orchestra bei einer Tournee nach Shanghai und im Sommer 2024. Weitere Einladungen führten Malofeev zum Philadelphia und zum Boston Symphony Orchestra, zum Los Angeles Philharmonic, zum London und zum Royal Philharmonic Orchestra, zu den Wiener Symphonikern und zum Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia. Ende 2026 debutiert er bei den Berliner Philharmonikern in deren berühmtem Silvesterkonzert unter Kirill Petrenko. Malofeev arbeitete mit Dirigent*innen wie u. a. Alain Altinoglu, Myung-Whun Chung, Fabio Luisi, Susanna Mälkki, Yannick Nézet-Séguin, Vasily Petrenko, Michael Tilson Thomas und Kazuki Yamada zusammen. Er konzertierte im Wiener Musikverein und im Amsterdamer Concertgebouw, in den Philharmonien von Paris und Luxemburg, im Bunka Kaikan in Tokio, im Seoul Arts Center und im National Center for the Performing Arts in Peking, im Parco della Musica in Rom und in der Alten Oper Frankfurt. Natürlich war er auch bei bedeutenden Festivals zu Gast, unlängst erstmals in Salzburg, zuvor schon in Verbier und La Roque d’Anthéron, beim Rheingau Musik Festival und beim Klavier-Festival Ruhr, in Aspen, Ravinia und Tanglewood. 2026 erschien bei Sony Classical unter dem Titel Forgotten Melodies sein Debutalbum mit russischer Musik. Besonders gerühmt wird Malofeev für seine Rachmaninow-Interpretationen, doch erstreckt sich sein Repertoire vom Barock bis zu Gershwin. Alexander Malofeev lebt heute in Berlin.
Debut bei Lucerne Festival am 20. August 2024, als er Rachmaninows Erstes Klavierkonzert mit dem Lucerne Festival Orchestra unter Riccardo Chailly aufführte.
Mai 2026