Vita

Im Herbst 2022 schlossen sich vier Studierende am Oberlin Conservatory of Music in Ohio zum Poiesis Quartet zusammen. Den Namen des Ensembles wählten sie in Anspie­lung auf das altgriechische Wort «poiesis», das «etwas erschaffen» bedeutet. Diese Idee spiegelt sich in der Repertoirepolitik des Quartetts, das regelmässig Werkaufträge an aufstrebende Komponist*innen vergibt, auch und gerade aus der LGBTQ+-Community, und so mit ungewöhnlichen und neuen Programmen verblüfft. Nur ein Jahr nach seiner Gründung gewann das Poiesis Quartet den Grand Prize und die Goldmedaille bei der Fischoff National Chamber Music Compe­tition und ging auch als Sieger aus der St. Paul String Quartet Competition hervor. 2025 folgten der Erste Preis und ein Sonderpreis beim 15. Internationalen Streichquartett-Wettbewerb im kanadischen Banff. Im selben Jahr wurde das Quartett ausserdem mit dem Cleveland Quartet Award ausgezeichnet. Gegenwärtig ist es Quartet-in-Residence am College-Conservatory of Music (CCM) der Universität von Cincinnati, wo es sein Studium beim Ariel Quartet abschliesst. Zuvor nahmen die vier schon Residenzen als St. Lawrence Emerging String Quartet an der Stanford University und als Ernst Stiefl Quartet in Residence am Caramoor Center for Music and the Arts wahr. Das Poiesis Quartet trat beim Emilia Romagna Festival in Italien, beim Festival d’Aix-en-Provence in Frankreich, an der Lunenburg Academy of Music and Performance in Nova Scotia und bei der San Antonio Chamber Music Society auf. Als Teil seines Preises in Banff konzertiert es 2026 nicht nur bei Lucerne Festival, sondern auch bei der Biennale in Amsterdam, in der Londoner Wigmore Hall, auf Schloss Esterházy sowie bei DeutschlandRadio in Köln. Bereits 2024 veröffentlichte es sein Debut­album as we are mit Werken von Clint Needham und Richard Stout. Die New York Times listete die Konzerte des Ensembles unter den «Best Classical Performances» 2025.

Juli 2026