Die im belgischen Maasmechelen geborene Ilse Eerens studierte bei Lieve Jansen am Lemmensinstituut in Leuven und bei Jard van Nes an der Dutch National Opera Academy. Schon früh trat sie in Schönbergs Moses und Aron bei der Ruhrtriennale auf; 2011 debutierte sie mit Wagners Parsifal am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. Seither gastierte sie auch am Royal Opera House in London und am Opernhaus Zürich, bei den Salzburger und den Bregenzer Festspielen, am Theater an der Wien und an der Opéra de Lyon. Höhepunkte ihrer künstlerischen Arbeit bildeten die Uraufführung von Toshio Hosokawas Natasha am Nationaltheater in Tokio, wo sie die Titelrolle sang, eine Residenz beim Oregon Bach Festival, Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher mit dem hr-Sinfonieorchester unter Alain Altinoglu und Mahlers Achte Sinfonie in Brüssel. 2026/27 kehrt sie zum Takefu International Music Festival nach Japan zurück, wird Hans Abrahamsens let me tell you mit dem Orchestre national de Metz Grand Est aufführen und in Bachs Matthäus-Passion mit dem Residentie Orkest Den Haag unter Jan Willem de Vriend zu hören sein. Ilse Eerens arbeitete mit Dirigent*innen wie Laurence Equilbey, Hartmut Haenchen, Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Riccardo Muti, Yannick Nézet-Séguin, Kazushi Ono und Lorenzo Viotti zusammen. Ihr Repertoire erstreckt sich vom barocken Oratorium bis zum zeitgenössischen Musiktheater. 2024 wurde sie zur Koordinatorin der Gesangsabteilung am Königlichen Konservatorium von Den Haag ernannt.
August 2026