Der Festspielsommer 2026 ist der erste, den Sebastian Nordmann als Intendant von Lucerne Festival verantwortet. Dass die weltbesten Orchester und die Topstars der Klassik hier zu Gast sind und Musik auf höchstem interpretatorischem Level erklingt, bleibt weiterhin die Prämisse. Aber es gibt auch Neues. Hier ein Überblick.
Orchestrating the Moment
Magische Konzertmomente entstehen, wenn man vergisst, dass die Zeit vergeht. Wenn Musik, Raum und Menschen sich gegenseitig finden — und plötzlich dieser eine Augenblick entsteht, der bleibt. Wir geben alles dafür, dass solche Momente möglich werden: in einem der weltbesten Konzertsäle, mit den Legenden der Musik und herausragenden Talenten, mit den Klassikern der Klassik und unerhörten Klängen. Und das vor der atemberaubenden Kulisse aus See und Bergen, historischer Altstadt und dem KKL Luzern als moderner Architekturikone. Das möchten wir mit unserem neuen Claim vermitteln: Orchestrating the Moment.
Welcome, Jörg Widmann!
Die Lucerne Festival Academy hat einen neuen Künstlerischen Leiter — und der ist ein faszinierender Allrounder! Jörg Widmann, der Anfang 2026 die Nachfolge des verstorbenen Wolfgang Rihm antrat, ist nicht nur einer der profiliertesten Komponisten der Gegenwart. Er ist auch als Klarinettist und Dirigent weltweit gefragt. In seiner ersten Saison wird er sich sowohl als Virtuose als auch am Pult vorstellen. Und es gibt bei der Lucerne Festival Academy eine wichtige Neuerung: Das von Dieter Ammann und Unsuk Chin geleitete Composer Seminar wird nun ganz auf Orchesterwerke ausgerichtet.
Neue Konzertformate
Lucerne Festival ist mehr als nur das abendliche Sinfoniekonzert. Bei «Mittendrin» nehmen Sie auf der Bühne zwischen den Musiker*innen Platz und erleben hautnah mit, wie Musik entsteht. «In den Strassen: City Stage» trägt das Festival sechs Tage lang in die ganze Stadt, mit angekündigten Auftritten und überraschenden Pop-up-Konzerten an ganz unterschiedlichen Orten, mit der «Symphonic Jukebox» und einer Marching Band. Neu ist auch der Festivalauftakt, mit dem wir das Festival am 13. August gleich doppelt einläuten, open air und im Konzertsaal — bei freiem Eintritt.
Neues Paket-Angebot: Die Fankurve
Im Fussballstadion gibt’s die Fankurve. Hier sitzen die treusten Anhänger*innen und feuern ihre Mannschaft mit Fangesängen und originellen Choreos an. Auch das Lucerne Festival Orchestra hat ab sofort seine Fankurve: Bei unserem neuen «Fankurve»-Angebot wählen Sie aus den Konzerten unseres Klangkörpers de luxe Ihre vier Highlights aus und erleben sie auf der Orgelempore mit. Sie sind also ganz nah dran an «Ihren» Musiker*innen — und das für insgesamt nur CHF 200!
Neue Stars
Auf Martha Argerich und Cecilia Bartoli, Anne-Sophie Mutter und Sir Simon Rattle müssen Sie auch 2026 nicht verzichten. Aber Sie dürfen sich ebenso auf neue, junge Namen freuen und auf Künstler*innen, die erstmals bei Lucerne Festival zu Gast sind. Dazu zählen etwa — man höre und staune — zwei berühmte Amerikanerinnen: die Mezzosopranistin Joyce DiDonato und die Geigerin Hilary Hahn. Seinen Einstand feiert auch das Konzerthausorchester Berlin mitsamt seiner charismatischen Chefin Joana Mallwitz. Der Finne Santtu-Matias Rouvali, der das Royal Concertgebouw Orchestra dirigiert, war hier ebenfalls noch nie zu erleben. Gleich drei junge Tastenstars erwarten Sie: der Franzose Alexandre Kantorow, der Koreaner Yunchan Lim und der Japaner Hayato Sumino. Der Cellist Jan Vogler verbindet bei seinem Auftritt mit der amerikanischen Lyrikerin Amanda Gorman Musik und Poesie. Und dann wären da noch Augustin Hadelich und Seong-Jin Cho, die erstmals gemeinsam im Duo auftreten.
Neues Repertoire
Das Festivalmotto «American Dreams» macht’s möglich: Zahlreiche Werke sind im Sommer 2026 erstmals bei Lucerne Festival zu hören, darunter die Erste Sinfonie von Charles Ives, Samuel Barbers Klavierkonzert oder Aaron Coplands Appalachian Spring. Noch nie auf dem Festivalprogramm standen aber auch Glucks Orfeo ed Euridice, Skrjabins Dritte Sinfonie, Henzes Sinfonia N. 9 und, und, und . . .
Nicht nur Klassik
Bei Lucerne Festival können Sie die Crème de la Crème der Klassik erleben. Verstärkt bereichern aber auch Künstler*innen aus ganz anderen Stilen und Genres das Programm, öffnen es und setzen eigene Akzente. Am letzten Festivalwochenende etwa die Hamburger Band MEUTE: Mit Techno im satten Brass Sound verwandelt sie das KKL in einen Dancefloor.
Erweitertes Angebot für den Nachwuchs
Wir bauen die beliebte Aktion «Luege, Lose, Erläbe» aus: Besuchen Sie ein Konzert oder Rezital Ihrer Wahl im KKL-Konzertsaal und nehmen Sie für nur CHF 10 ein Kind oder eine*n Jugendliche*n mit.