Der Cellist Yo-Yo Ma, 1955 als Sohn chinesischer Eltern in Paris geboren, erhielt im Alter von vier Jahren seinen ersten Cellounterricht bei seinem Vater. 1962 zog die Familie nach New York, wo er seine Ausbildung zunächst bei János Scholz und dann bei Leonard Rose an der Juilliard School of Music fortsetzte. 1976 graduierte er an der Harvard University. Schon als achtjähriges Kind war Yo-Yo Ma als Solist unter der Leitung von Leonard Bernstein zu erleben; seit Ende der 1970er Jahre konzertiert er mit den berühmtesten Orchestern der Welt. Neben der Interpretation der bedeutenden Cellokonzerte widmet er sich rege der Kammermusik. Seine Diskografie umfasst rund 120 CDs, deren Repertoire sich von den Solosonaten Bachs über Beethoven und Brahms bis zum Tango und der Filmmusik erstreckt. Gleich 20 Mal wurde er für seine Einspielungen mit dem Grammy ausgezeichnet. Bei seiner künstlerischen Arbeit geht es Yo-Yo Ma auch darum, Vertrauen in die Kraft der Kultur zu wecken, Verbindungen zu stiften und die Menschlichkeit zu stärken. Deshalb rief er 1998 das globale Musik-Kollektiv Silkroad ins Leben. Zuletzt gründete er die Initiative «Our Common Nature», eine kulturelle Reise, die zeigen soll, wie die Natur uns im Streben nach einer gemeinsamen Zukunft wieder vereinen kann. Sie folgt auf das «Bach Project», das ihn mit Konzerten an 36 Stationen und auf alle sechs Kontinente führte; dabei kombinierte er Bachs Cellosuiten mit Musik der jeweiligen Auftrittsorte. 2006 wurde Yo-Yo Ma zum Friedensbotschafter der Vereinten Nationen ernannt. Er ist Mitglied im Verwaltungsrat des Weltwirtschaftsforums in Davos und gehört dem Vorstand von Nia Tero an, einer US-amerikanischen gemeinnützigen Organisation, die mit indigenen Völkern und Bewegungen weltweit arbeitet. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen der Avery Fisher Prize (1978), die Presidential Medal of Freedom (2010), der Polar Music Prize (2012), der Praemium Imperiale (2021) und der Birgit Nilsson Prize (2022). Yo-Yo Ma spielt ein Montagnana-Cello von 1733, das «Davidoff Stradivarius» von 1712 und zwei moderne Instrumente von Moes & Moes.
Debut bei Lucerne Festival (IMF) am 31. August 1978 mit den Berliner Philharmonikern und Herbert von Karajan, als er Beethovens Tripelkonzert interpretierte.
August 2026