Als 1883 die New York Metropolitan Opera ihre Pforten öffnete, schlug auch die Geburtsstunde des Metropolitan Opera Orchestra, kurz: The Met Orchestra. Von Anbeginn arbeitete das Orchester mit den besten Dirigent*innen zusammen und erreichte dabei auch im sinfonischen Bereich bald hohe Stilsicherheit und technische Perfektion. Gustav Mahler, Arturo Toscanini und Bruno Walter standen in den ersten Jahrzehnten am Pult, Virtuosen wie Leopold Godowsky, Sergej Rachmaninow, Arthur Rubinstein, Pablo Casals, Ferruccio Busoni, Jascha Heifetz oder Fritz Kreisler gaben sich ihr Stelldichein. Und natürlich sind auch bis heute die grossen Stars der Klassikszene regelmässig zu Gast. Seit 2018 amtiert Yannick Nézet-Séguin als Musikdirektor. Unter seiner Leitung hat The Met Orchestra wieder verstärkt seine Tourneetätigkeit aufgenommen und gastierte 2023 in Europa und 2024 in Asien. Im Sommer 2026 ist es neben seinem Luzerner Auftritt auch in der Londoner Royal Albert Hall und in der Pariser Philharmonie zu erleben. An seinem Stammsitz im New Yorker Lincoln Center mit 3732 Plätzen wirkt das Orchester während 32 Wochen im Jahr an den täglichen Opernaufführungen mit. Hinzu kommen Konzertprogramme in der grossen Formation — 2026/27 dirigiert Nézet-Séguin Mahlers Achte Sinfonie und Sir Simon Rattle Werke von Janáček und Bruckner — sowie Aufführungen mit dem Met Orchestra Chamber Ensemble. Seit 1910 werden Aufführungen aus der Metropolitan Opera im Radio ausgestrahlt, seit 2006 auf einer eigenen Satellitenwelle. Hinzu kommen Übertragungen im Fernsehen, weltweit in Kinos und «on Demand» als Streaming im Internet.
Bisher ein Gastspiel bei Lucerne Festival: Im Sommer 2002 gab The Met Orchestra hier zwei Konzerte unter der Leitung von James Levine, mit Werken von Mozart bis John Cage.
Mai 2026