Santtu-Matias Rouvali kam 1985 als Sohn einer Musikerfamilie im finnischen Lahti zur Welt: Seine Eltern spielten beide im Lahti Symphony Orchestra. Er selbst begann seine musikalische Laufbahn als Schlagzeuger und trat auch schon mit verschiedenen finnischen Orchestern auf, bevor er sich mit 22 Jahren für ein Dirigierstudium an der Sibelius-Akademie in Helsinki entschied, wo Jorma Panula, Leif Segerstam und Hannu Lintu zu seinen Lehrern gehörten. Als Einspringer debutierte er bereits 2009 beim Finnischen Radio-Sinfonieorchester. Ein Jahr später stellte er sich beim Philharmonischen Orchester Tampere vor, das er von 2013 bis 2023 als Chefdirigent leitete und dem er heute als Ehrendirigent verbunden ist. Von 2017 bis 2025 stand Rouvali an der Spitze des Göteborger Sinfonieorchesters, seit 2021 amtiert er als Chefdirigent beim Philharmonia Orchestra in London. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit dem New York Philharmonic, mit dem er 2025 beim Bravo! Vail Music Festival auftrat. Das Cleveland und das Philadelphia Orchestra zählen zu seinen weiteren US-amerikanischen Partnern. In Europa gastierte Rouvali bei den Berliner und den Münchner Philharmonikern, beim Royal Concertgebouw Orchestra und beim Rotterdam Philharmonic, beim Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, beim Orchestre Philharmonique de Radio France und beim Oslo Philharmonic Orchestra, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und bei den Wiener Symphonikern. Im Mai 2026 gab er seinen Einstand beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. 2025/26 ging er mit dem Philharmonia Orchestra auf Tour durch Asien, die USA und Europa mit Stationen in Brüssel, Frankfurt, München und Wien. Für Aufsehen sorgte Rouvalis Zyklus mit allen Sibelius-Sinfonien, den er mit seinem Göteborger Orchester für Alpha Classics einspielte. Dafür erhielt er u. a. den Preis der deutschen Schallplattenkritik und den Diapason d’or. Zuletzt veröffentlichte er im April 2026 Sibelius’ Lemminkäinen-Suite und das Violinkonzert.
März 2026