1925 gegründet, konnte sich der Rundfunkchor Berlin bald unter Dirigenten wie George Szell, Otto Klemperer, Hermann Scherchen und Erich Kleiber sowie durch wichtige Uraufführungen profilieren, darunter Werke von Arthur Honegger, Ernst Krenek, Darius Milhaud und Kurt Weill. Heute gestaltet der Chor, der seit 2015 von Gijs Leenaars als Chefdirigent geleitet wird und 64 Sänger*innen umfasst, etwa 60 Konzerte pro Jahr: an seinem Stammsitz gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, aber auch bei internationalen Gastspielen. Zu den Partnern am Pult zählen dabei u. a. Kirill Petrenko, Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle und Yannick Nézet-Séguin. Mit Community-Projekten wie dem jährlichen Mitsing-Konzert, einer Liederbörse für Schüler*innen und dem Bildungsprogramm «Sing!» für Kinder möchte der Rundfunkchor möglichst viele Menschen zum Singen bringen. Der Förderung des professionellen Nachwuchses widmet er sich mit einer Schola, einer Akademie und einer Meisterklasse für Chordirigieren. Die Einspielungen des Chors wurden vielfach preisgekrönt und erhielten bereits dreimal den Grammy. Für das heutige Konzert wird der Rundfunkchor Berlin von Florian Helgath einstudiert, der seit 2011 das Chorwerk Ruhr und seit 2017 die Zürcher Sing-Akademie leitet und 2027 die Chefposition beim Netherlands Radio Choir antritt. Der Rundfunkchor Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk-Orchester und -Chöre GmbH. Gesellschafter sind Deutschlandradio, die Bundesrepublik Deutschland, das Land Berlin und der Rundfunk Berlin Brandenburg.
Debut bei Lucerne Festival am 29. August 2006 mit Werken von Weill, Schönberg und Bernstein unter Leitung von John Axelrod.
Mai 2026