Vita

Der 1967 in Weimar geborene Matthias Goerne absolvierte seine Gesangsausbildung bei Hans-Joachim Beyer, Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau. Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit steht der Lied- und Konzertgesang: mit einem Repertoire, das von der Alten Musik über Klassik und Romantik bis zu zeitgenössischen Werken reicht. Früh arbeitete er dabei schon mit Pianisten wie Alfred Brendel und Vladimir Ashkenazy zusammen. In den letzten Jahren zählten Leif Ove Andsnes, Christoph Eschenbach, Markus Hinterhäuser, Daniil Trifonov und Alexandre Kantorow zu seinen Partnern am Klavier. Aber auch im Musiktheater ist Matthias Goerne erfolgreich: Als Operninterpret war er an der Wiener, der Bayerischen und der Sächsischen Staatsoper zu Gast; er trat am Londoner Royal Opera House auf, an der Metropolitan Opera New York, der Mailänder Scala und der Opéra national de Paris. Sein Repertoire umfasst dabei heute vor allem die grossen Partien von Strauss und Wagner wie den Orest in Elektra und den Barak in der Frau ohne Schatten oder den Wotan im Ring, den Wolfram im Tannhäuser, den Amfortas im Parsifal und den Kurwenal in Tristan und Isolde. In jüngerer Zeit erarbeitete sich Goerne sogar einige Basspartien wie den Sarastro in Mozarts Zauberflöte oder den König Marke in Wagners Tristan. Zu seinen künstlerischen Partnern am Pult zählen u.a. Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Gustavo Dudamel, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle und Franz Welser-Möst. 2026 gab Matthias Goerne mit Strauss’ Salome am Théâtre du Capitole de Toulouse seinen Einstand als Regisseur. Für seine CDs, darunter eine zwölfteilige Schubert-Edition, erhielt er u.a. den Grammy, den Diapason d’or, den ICMA Award und den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Zuletzt veröffentlichte er im Sommer 2026 das Schumann-Album Zwielicht mit Markus Hinterhäuser am Klavier. Matthias Goerne ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London.

Debut bei Lucerne Festival (IMF) am 1. September 1999 mit Schuberts Winterreise, am Klavier Alfred Brendel. Zuletzt war er hier am 4. September 2019 als Kurwenal im Zweiten Akt von Wagners Tristan mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Daniel Harding zu hören.

Oktober 2026