Das Konzerthausorchester Berlin wurde 1952 als Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) in Ost-Berlin gegründet. Unter Kurt Sanderling, der von 1960 bis 1977 als Chefdirigent amtierte, erfuhr es seine entscheidende Profilierung und internationale Anerkennung. Nach Iván Fischer (2012–18), der dem Ensemble weiterhin als Ehrendirigent verbunden ist, und Christoph Eschenbach (2019–23) steht seit 2023 Joana Mallwitz an der Spitze des Konzerthausorchesters. Gemeinsam bringen sie ein breites Repertoire von der Klassik bis zur Gegenwart zu Gehör; bei «Expeditionskonzerten» stellen sie ausgewählte Werke in Wort und Ton vor. Mit der Wiedereröffnung des Schauspielhauses am Gendarmenmarkt erhielt das BSO 1984 seine eigene Spielstätte. Zehn Jahre später wurde es zum offiziellen Hausorchester am nun umgetauften Konzerthaus Berlin ernannt und trägt passend dazu seit 2006 seinen heutigen Namen. Im Konzerthaus präsentiert es jährlich mehr als 100 Aufführungen. Ausserdem ist es regelmässig mit Gastspielen im In- und Ausland zu erleben. An der 2010 gegründeten Kurt-Sanderling-Akademie bilden die Musiker*innen hochbegabten Orchesternachwuchs aus. Musik einem breiten Publikum auf höchstem Niveau nahezubringen, ist das wesentliche Anliegen des Konzerthausorchesters. Dazu dienen die Veranstaltungsreihe «Mittendrin», bei der das Publikum mitten im Orchester sitzt, Clipserien im Internet wie der mehrfach preisgekrönte #klangberlins oder die Spielzeit auf der Webplattform twitch. Die Verbundenheit mit Berlin zeigt sich im vielfältigen pädagogischen und sozialen Engagement des Orchesters mit diversen Partnern in der Stadt.
Mai 2026