Vita

Kirill Petrenko ist seit August 2019 Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. 1972 im sibirischen Omsk geboren, übersiedelte er als 18-Jähriger mit seiner Familie nach Vorarlberg in Österreich. Seiner Dirigentenausbildung an der Hochschule für Musik in Wien folgten ab 1997 ein Engagement an der dortigen Volksoper und Positionen als Generalmusikdirektor am Meininger Theater (1999–2002), an der Komischen Oper Berlin (2002–07) und an der Bayerischen Staatsoper (2013–20). Als Gast trat er an der Wiener Staatsoper, am Royal Opera House in London, an der Metropolitan Opera New York, der Opéra natio­nal de Paris und bei den Bayreuther Festspielen auf. Ausserdem dirigierte er die grossen Sinfonieorchester in Wien, München, Dresden, Paris, Amsterdam, London, Rom, Chicago, Cleveland und Israel. Bei den Berliner Philharmonikern setzt sich Petrenko intensiv mit dem klassisch-romantischen Kernrepertoire auseinander, nimmt sich aber auch zu Unrecht vernachlässigte Werke vor. In der Spielzeit 2026/27 interpretiert er u. a. Hindemiths Sinfonie Mathis der Maler, Beethovens Missa solemnis und Respighis Römische Trilogie. Mit der Leitung von Konzerten der Karajan-Akademie engagiert sich Petrenko für die Ausbildung junger Musiker*innen; überdies wirkt er bei Education-Projekten mit. Bei den Osterfestspie­len, die nach zwölf Jahren in Baden-Baden seit 2026 wieder an ihrem Ursprungsort Salzburg stattfinden, dirigiert er neben Konzerten auch Opernproduktionen, so 2027 im Rahmen des neuen Ring-Zyklus Wagners Die Walküre; in Berlin widmet er sich aus­serdem Humperdincks Hänsel und Gretel. Auf Tourneen mit den Berliner Philharmonikern ist Petrenko regelmässig bei den Festspielen in Salzburg und Luzern sowie in den grossen europäischen Metropolen zu erleben; im Oktober gastieren sie in New York und drei südamerikanischen Staaten. Neben Werken von John Adams, Gustav Mahler und Arnold Schönberg hat Petrenko Sinfonien von Beethoven, Tschaikowsky, Rachmaninow und Schostakowitsch eingespielt.

Debut bei Lucerne Festival am 7. September 2016 mit dem Bayerischen Staatsorchester und einem Wagner-Strauss-Programm.

April 2026