Vita

Der amerikanische Pianist Kirill Gerstein, der 1979 im russischen Woronesch geboren wurde und heute in Berlin lebt, kam über den Jazz zur klassischen Musik: Als 14-Jähriger nahm er in dieser Disziplin sein Studium am Berklee College of Music in Boston auf. Nach drei Jahren setzte er dann die Ausbildung im traditionellen Bereich fort und studierte bei Solomon Mikowsky in New York, bei Dmitri Bashkirov in Madrid und bei Ferenc Rados in Budapest. 2001 gewann Gerstein den Rubinstein-Wettbewerb, 2002 wurde er mit dem Gilmore Young Artist Award, 2010 mit dem Avery Fisher Grant Award ausgezeichnet. Danach trat er bei führenden amerikanischen Orchestern wie dem Chicago Symphony Orchestra, dem Cleveland Orchestra und dem New York Philharmonic auf. Mittlerweile ist er mit seinen Soloprogrammen und als Solist in Orchesterkonzerten weltweit unterwegs. So interpretierte er mit den Berliner Philharmonikern Busonis abendfüllendes Klavierkonzert, spielte Gershwins Concerto in F beim Silvesterkonzert der Sächsischen Staatskapelle, widmete sich mit Sir Simon Rattle Messiaens Des Canyons aux Étoiles und mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Rachmaninows Drittem Klavierkonzert. In der Saison 2025/26 stehen Auftritte u. a. bei den Münchner Philharmonikern, beim Gewandhausorchester Leipzig, beim Tonhalle-Orchester Zürich und beim Chamber Orchestra of Europe auf seinem Terminkalender. Intensiv widmet sich Gerstein der zeitgenössischen Musik: Zuletzt brachte er im März 2026 Francisco Colls neues Klavierkonzert mit Rattle in München zur Uraufführung. Eine langjährige Zusammenarbeit im Klavierduo verbindet ihn mit Thomas Adès, der für Gerstein auch sein Klavierkonzert komponierte. Die gemeinsame Aufnahme des Werks wurde mit dem Gramophone Award und dem International Classical Music Award prämiert. Für seine Einspielung mit Werken von Debussy und Komitas erhielt Kirill Gerstein 2025 den Opus Klassik. Er lehrt seit 2018 als Professor für Klavier an der Musikhochschule «Hanns Eisler» in Berlin und an der Kronberg Academy.

Debut bei Lucerne Festival am 1. September 2005 mit Werken von Schubert, Rachmaninow und Kreisler.

Januar 2026