Vita

Die Cellistin Julia Hagen wurde 1995 in eine Salzburger Musikerfamilie geboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel. Der Ausbildung bei Enrico Bronzi in Salzburg sowie bei Reinhard Latzko in Wien folgten das Studium in der Wiener Klasse von Heinrich Schiff und bei Jens Peter Maintz an der Universität der Künste in Berlin. Als Stipendiatin der Kronberg Academy erhielt Hagen darüber hinaus wichtige Impulse von Wolfgang Emanuel Schmidt. Nach mehreren Erfolgen bei internationalen Wettbewerben gewann sie 2024 den hochdotierten UBS Young Artist Award und stellte sich in einem Konzert mit den Wiener Philharmonikern unter Christian Thielemann bei Lucerne Festival vor. Ohnehin ist Julia Hagen mittlerweile eine gefragte Solistin bei vielen renommierten Orchestern. Eine enge Zusammenarbeitet verbindet sie mit der Camerata Salzburg und dem Salzburger Mozarteumorchester; sie konzertierte aber auch schon mit dem Cleveland Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern und dem Orquesta Nacional de España. In der Saison 2025/26 ist sie «Künstlerin im Fokus» im Wiener Musikverein und spielt dort neben einem Rezital mit Sir András Schiff und zwei Trio-Abenden das Dvořák-Konzert mit den Bamberger Symphonikern unter Jakub Hrůša. Im Dezember 2025 debutierte sie mit dem Ersten Cellokonzert von Saint-Saëns beim Orchestre de Paris. Am Konzerthaus Dortmund gehört Hagen zum Kreis der «Jungen Wilden», die sich über drei Spielzeiten in ihrer ganzen Vielseitigkeit präsentieren. Als Kammermusikerin arbeitet sie mit Igor Levit, Gautier und Renaud Capuçon, Isabelle Faust, Lukas Sternath und Leif Ove Andsnes zusammen. Ihre erste CD, die 2019 erschien, widmete sie den beiden Cellosonaten von Johannes Brahms, die sie gemeinsam mit Annika Treutler aufnahm. Seit Herbst 2025 lehrt Julia Hagen als Professorin an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst. Sie spielt ein Violoncello von Francesco Ruggieri aus dem Jahr 1684, das ihr privat zur Verfügung gestellt wird.

Bisher ein Auftritt bei Lucerne Festival: am 7. September 2024 mit Schumanns Cellokonzert und dem Wiener Philharmonikern unter Christian Thielemann.

Januar 2026