1986 in Hildesheim geboren, begann Joana Mallwitz als Fünfjährige mit dem Violin- und Klavierspiel. Mit 13 wurde sie als Jungstudentin an die Hochschule für Musik und Theater in Hannover aufgenommen, wo Christa-Maria Hartmann und Karl-Heinz Kämmerling sie unterrichteten. Dirigieren studierte sie später bei Martin Brauss und Eiji Oue. Ihr erstes Festengagement erhielt Mallwitz 2006 am Theater Heidelberg. 2014 wurde sie als Generalmusikdirektorin ans Theater Erfurt berufen, 2018 wechselte sie auf derselben Position ans Staatstheater Nürnberg. Dieses Amt legte sie 2023 nieder, um als Chefdirigentin und Künstlerische Leiterin das Konzerthausorchester Berlin zu übernehmen. Regelmässig musiziert Joana Mallwitz mit den besten internationalen Orchestern. 2023 gab sie ihren Einstand beim Boston Symphony Orchestra, 2024 dirigierte sie erstmals die Wiener Philharmoniker, 2025 debutierte sie bei den Berliner Philharmonikern. Auch beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, beim Royal Concertgebouw Orchestra, beim Philharmonia Orchestra, beim Los Angeles Philharmonic, beim Orchestre de Paris und beim Orchestre National de France war sie bereits zu Gast. Opernproduktionen führten sie an die Metropolitan Opera New York, die Bayerische Staatsoper, die Semperoper Dresden, das Royal Opera House in Londen und zu den Salzburger Festspielen, wo sie 2020 als erste Frau mit Mozarts Così fan tutte eine grosse Opernproduktion leitete. 2022 widmete sie sich dort Mozarts Zauberflöte. 2026 verantwortete Mallwitz mit dem Mahler Chamber Orchestra erstmals die Opernproduktionen bei den Osterfestspielen Baden-Baden und präsentierte Wagners Lohengrin. Joana Mallwitz ist Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon: Für The Kurt Weill Album wurde sie 2025 mit dem Opus Klassik ausgezeichnet. Bereits 2019 hatte die Opernwelt sie zur Dirigentin des Jahres gewählt. Ausserdem ist sie Trägerin des Bayerischen Verfassungsordens und des Bundesverdienstkreuzes. 2024 kam der Dokumentarfilm Joana Mallwitz — Momentum in die Kinos.
Mai 2026