Vita

Die Geigerin Isabelle Faust wurde 1972 in Baden-Württemberg geboren und absolvierte ihre Violinausbildung u. a. bei Christoph Poppen und Denés Zsigmondy. Mit 15 Jahren gewann sie den Leopold-Mozart-Wettbewerb, 1993 ging sie als Siegerin aus dem Paganini-Wettbewerb hervor. Seither konzertiert sie mit so bedeutenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra in Tokio, dem Chamber Orchestra of Europe, Les Siècles oder dem Freiburger Barockorchester. Daraus entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit den Dirigenten Giovanni Antonini, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Philippe Herreweghe, Jakub Hrůša, Klaus Mäkelä, Sir Simon Rattle, François-Xavier Roth und Robin Ticciati. Isabelle Faust interpretiert ein Repertoire, das vom Frühbarock und Bach über die grossen Violinkonzerte der Klassik und Romantik bis zur zeitgenössischen Musik reicht. Zuletzt brachte sie Werke von Peter Eötvös, Brett Dean, Ondřej Adámek, Rune Glerup und im Mai 2026 Vito Žurajs Violinkonzert Aphelion zur Uraufführung. Ihr Anliegen ist es, jedes Werk aus seiner Entstehungssituation heraus zu betrachten: durch das Studium von Originalquellen und der historischen Aufführungspraxis, die sie um ihre zeitgenössische Perspektive ergänzt. Isabelle Faust, die 2015 den Luzerner Festspielsommer als «artiste étoile» prägte, war in der Saison 2025/26 artist-in-residence beim Bergen Philharmonic Orchestra, beim WDR Sinfonieorchester und im Amsterdamer Muziekgebouw. Ausserdem gastierte sie beim Orchestre de Paris, beim National Symphony Orchestra in Washington, D.C., sowie bei der Dresdner Staatskapelle und den Münchner Philharmonikern. Eine enge Zusammenarbeit verband sie mit Claudio Abbado, mit dem sie auch die Violinkonzerte von Beethoven und Berg einspielte und dafür den Diapason d’or, den Echo Klassik und den Gramophone Award erhielt. Gegenwärtig widmet sie sich einer Gesamteinspielung der Violinsonaten Mozarts, deren vierte Folge Anfang 2026 erschien.

Debut bei Lucerne Festival am 12. September 2009 in einem Moderne-Konzert mit dem Ensemble Contrechamps.

März 2026