Vita

Die 1979 im amerikanischen Virginia geborene Hilary Hahn erlernte das Geigenspiel mit knapp vier Jahren nach der Suzuki-Methode. Als Zehnjährige nahm sie ihr Studium bei Jascha Brodsky am Curtis Institute of Music in Philadelphia auf, das sie nach dem Tod des Lehrers bei Jaime Laredo fortsetzte; ausserdem absolvierte sie Kammermusikkurse bei Gary Graffman. Ihr Debut als Solistin in einem Orchesterkonzert feierte Hahn bereits 1991 mit dem Baltimore Symphony Orchestra. Binnen weniger Jahre schlossen sich Engagements bei allen namhaften Orchestern der Vereinigten Staaten an; bei ihrem Einstand in Deutschland 1995 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Lorin Maazel feierte die Kritik sie als «Jahrhunderttalent». Hilary Hahn war artist-in-residence beim Chicago Symphony Orchestra sowie beim New York Philharmonic und «visiting artist» an der New Yorker Juilliard School. Ihr Repertoire reicht von Bach bis zur Gegenwart: Sie hat über 40 neue Werke in Auftrag gegeben, darunter allein 27 Stücke für ihr mit einem Grammy ausgezeichnetes Album In 27 Pieces: The Hilary Hahn Encores. Bislang 23 Einspielungen erschienen bei den Labels Decca, Sony Classical und Deutsche Grammophon, viele davon wurden preisgekrönt. Hilary Hahn sucht die besondere Nähe zum Publikum, sie nimmt sich viel Zeit für Signierstunden und sammelt seit über 20 Jahren Fan-Kunstwerke. Mit der Reihe «Bring Your Own Baby» führt sie Konzerte für Eltern und Kleinkinder durch, mit der Social-Media-Initiative «#100daysofpractice» bietet sie ein Programm zum Üben an. Seit sie diesen Hashtag 2017 ins Leben rief, sind über eine Million Beiträge von Musiker*innen entstanden. Hahn erhielt den Avery Fisher Prize, den Karajan-Preis der Salzburger Osterfestspiele und den Glashütte-Preis der Dresdner Musikfestspiele — das Preisgeld spendete sie der Bildungsorganisation Project 440. Beim zweiten «Annual Women in Classical Music Symposium» hielt sie die Keynote Speech. Das Magazin Musical America ernannte sie zur Artist of the Year 2023.

März 2026