Das 2012 gegründete Dresdner Festspielorchester, das leidenschaftliche Spielfreude mit kenntnisreicher Interpretation verbindet, ist das Ensemble für historische Aufführungspraxis bei den Dresdner Musikfestspielen und widmet sich mit Originalinstrumenten der entsprechenden Zeit dem ursprünglichen Klang der Werke. Das Kernrepertoire liegt dabei in der Epoche der Romantik. Die Mitglieder des Orchesters stammen aus renommierten Formationen der Alten Musik wie der Academy of Ancient Music, dem Orchestra of the 18th Century, dem Balthasar-Neumann-Ensemble, dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique, dem Concentus Musicus Wien oder Il Giardino Armonico. Chefdirigent ist seit Anbeginn Ivor Bolton, als Gäste standen u. a. Hans-Christoph Rademann, Johannes Klumpp, Josep Caballé i Domenech, Constantinos Carydis, David Robertson und Jean-Christophe Spinosi am Pult. Zu den Höhepunkten der Arbeit zählten die Aufführung aller Schumann-Sinfonien unter Daniele Gatti im Jahr 2021 und die Produktion von Richard Strauss’ früher Oper Feuersnot (2015), die für den International Opera Award nominiert wurde. 2023 nahm das Orchester gemeinsam mit Concerto Köln unter der Leitung von Kent Nagano Wagners Tetralogie Der Ring des Nibelungen in Angriff, der in historisch-informierter Aufführung erklingt und die aktuellsten Erkenntnisse der Wagner-Forschung einbezieht. Nach dem Rheingold (2023), der Walküre (2024) und Siegfried (2025) rundet sich der gesamte Ring dieses Jahr mir der Götterdämmerung. Die damit verbundene Tournee führt das Orchester von Dresden über Bayreuth, Hamburg, Köln und Luzern nach Paris.
Debut bei Lucerne Festival am 22. August 2023 mit Wagners Rheingold unter der Leitung von Kent Nagano, der das Orchester auch in den beiden nachfolgenden Sommern bei Die Walküre und Siegfried dirigierte.
Juli 2026