Cecilia Bartoli

Mezzosopran

Cecilia Bartoli, die aus Rom stammt, wurde von ihrer Mutter Silvana Bazzoni ausgebildet. 1987 gab sie ihr Operndebut, 1988 arbeitete die gerade 22-Jährige bei einer Produktion von Mozarts Così fan tutte erstmals mit Nikolaus Har­non­court zusammen. Gleich am Beginn ihrer Karriere standen auch Begeg­nungen mit Her­bert von Karajan, Sir Georg Solti und Daniel Barenboim. Cecilia Bartoli tritt seit mehr als zwanzig Jahren an den renommiertesten Opern- und Konzerthäusern sowie bei den grossen internationalen Festspielen auf. Schon früh arbeitete sie neben den führenden Sinfonieorchestern auch mit Ensembles der Alten Musik zusammen, darunter Les Arts Florissants, der Concentus Musicus Wien, Il Giardino Armonico, Les Musiciens du Louvre, das Freiburger Barockorchester, La Scintilla und I Barocchisti. 2016 gründete sie das in Monaco beheimatete Orchester Les Musiciens du Prince. Die barocke Literatur, das Mozart-Fach und der Belcanto bilden die Schwerpunkte ihres Repertoires – dabei sorgte sie für die Wiederentdeckung vieler in Vergessenheit geratener Werke. Seit 2012 ist Cecilia Bartoli künstlerische Leiterin der Pfingstfestspiele in Salzburg, wo sie in den vergangenen Jahren u. a. als Bellinis Norma, als Rossinis Cenerentola und Händels Ariodante zu erleben war. 2018 gestaltete sie dort die Titelrolle in Rossinis L’italiana in Algeri, 2019 folgt eine Neuproduktion von Händels Alcina. Cecilia Bartolis CDs wurden mehr als zehn Millionen Mal verkauft – allein fünfmal wurde ihr der «Grammy» verliehen. Zuletzt, im Spätherbst 2017, veröffentlichte sie das Album Dolce Duello mit Sol Gabetta und der Cappella Gabetta. In Italien und Frankreich wurde sie mit höchsten Orden dekoriert, in Dänemark erhielt sie 2010 den Léonie-Sonning-Musikpreis; 2012 wurde sie für ihr Lebenswerk mit dem «Herbert von Karajan Musikpreis» und 2016 mit dem «Polar Music Prize» ausgezeichnet.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 7. September 1995 mit einem Liederrezital, am Klavier György Fischer.

Juli 2018