Vita

Die englische Sopranistin Anna Dennis studierte bei Noelle Barker an der Royal Academy of Music in London. Sie interpretiert ein Repertoire, das von der Musik des Frühbarocks bis zur Gegenwart reicht. Deshalb tritt sie auch mit Formationen ganz verschiedener ästhetischer Ausrichtung auf: von historisch informierten Ensembles wie dem Orchestra of the Age of Enlightenment, den English Baroque Soloists, der Academy of Ancient Music, der Akademie für Alte Musik Berlin oder den Violons du Roy über traditionelle Sinfonieorchester bis zu Spezialensembles für zeitgenössische Musik wie der Birmingham Contemporary Music Group. Opernengagements führten Anna Dennis zu den Gluck-Festspielen Nürnberg, den Händel-Festspielen Göttingen, nach Drottningholm, an die English National Opera und die Opera North in Leeds. Am Londoner Royal Opera House war sie in Katie Mitchells Kantatenprojekt New Dark Age mit Werken von Missy Mazzoli, Anna Meredith und Anna Thorwaldsdottir zu erleben. Sir John Eliot Gardiner verpflichtete sie 2017 für die grosse Monteverdi-Trilogie zum 350. Geburtstag des Komponisten — dort wirkte Dennis sowohl in L’Orfeo als auch im Ulisse und der Poppea mit. Beim Aldeburgh Festival wiederum gestaltete sie die Titelrolle in der Uraufführung von Tom Coults Violet. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Anna Dennis mit Thomas Adès: Gemeinsam brachten sie sein Stück Life Story im New Yorker Lincoln Center zu Gehör, und auch bei der Premiere der erweiterten Fassung von America — A Prophecy mit den New Yorker Philharmonikern wie auch bei der britischen Erstaufführung mit dem Hallé Orchestra war sie die Solistin. In der Saison 2025/26 singt Anna Dennis die Titelrolle in Händels Susanna an der Opera North, gastiert mit einem Mozart-Programm in der Londoner Wigmore Hall, präsentiert einen neuen Zyklus mit Orchesterliedern von Elena Langer und bringt Poulencs Gloria mit dem Royal Scottish Orchestra zur Aufführung. 2023 wurde ihr der Royal Philharmonic Society’s Singer Award verliehen.

März 2026