Der Kontrabassist Pietro Elia Barcellona, der Geiger Benjamin Frueh und die Perkussionistin Bárbara Ribeiro erhalten den hochdotierten Förderpreis «Fritz Gerber Award» im Rahmen der Lucerne Festival Academy.
Bereits zum zwölften Mal vergibt die Fritz-Gerber-Stiftung im Sommer 2026 gemeinsam mit Lucerne Festival den «Fritz-Gerber-Award» an drei junge Musiker*innen im Bereich der zeitgenössischen Musik. Dieses Jahr erhalten der italienische Kontrabassist Pietro Elia Barcellona, der schweizerisch-amerikanische Geiger Benjamin Frueh und die portugiesische Perkussionistin Bárbara Ribeiro die hochdotierte Auszeichnung. Sie erhalten jeweils ein Preisgeld von CHF 10'000. Darüber hinaus ermöglicht die Stiftung den Gewinner*innen die Teilnahme an der Lucerne Festival Academy 2026 im Gesamtwert von ebenfalls je CHF 10'000.
Der «Fritz-Gerber-Award» richtet sich an junge Künstler*innen, die entweder die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen oder seit mindestens drei Jahren in der Schweiz wohnen. Sie werden von einer Jury ausgewählt, die 2026 aus Sebastian Nordmann, dem Intendanten von Lucerne Festival, Mark Sattler, Co-Leiter Contemporary und Dramaturg von Lucerne Festival, und Jack Adler-McKean, Coaching Program Coordinator der Lucerne Festival Academy, besteht.
«Dass jedes Jahr drei junge Musiker*innen über die Auszeichnung des ‹Fritz-Gerber-Award› die Möglichkeit erhalten, an der Lucerne Festival Academy teilzunehmen, macht uns stolz», kommentiert Sebastian Nordmann. «Wie Lucerne Festival investiert auch die Fritz-Gerber-Stiftung in eine junge, hochprofessionelle Künstlergeneration, die sich für die Musik von heute engagiert. Alle drei Preisträger*innen konnten uns aufgrund ihrer künstlerischen Exzellenz, ihres Verständnisses für zeitgenössische Musik und ihrer Ausstrahlung überzeugen.»
Pietro Elia Barcellona, 1997 in Italien geboren, ist Kontrabassist, Komponist und Improvisator mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer und experimenteller Musik. Seine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen komponierter und improvisierter Musik und erforscht deren Wechselwirkungen sowie Fragen von Körperlichkeit, Zeitlichkeit und Hören. Er arbeitete mit Komponisten wie Beat Furrer und Helmut Lachenmann und trat bereits bei renommierten Festivals wie dem ManiFeste in Paris und der Gaudeamus Muziekweek in Utrecht auf. Zudem ist er regelmässig mit Ensembles wie Asko|Schönberg und dem Collegium Novum Zürich zu hören. Als Solist wurde Barcellona 2025 mit dem Kranichsteiner Musikpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt ausgezeichnet. Seine Ausbildung absolvierte er in Amsterdam und Basel, wo er sich auf zeitgenössische Musik spezialisierte und derzeit einen weiteren Masterstudiengang im Bereich Open Creation sowie eine Promotion im Fach Improvisation verfolgt.
Der Geiger Benjamin Frueh wurde 2005 in Columbia (USA) geboren, er besitzt die amerikanische und Schweizer Staatsbürgerschaft und lebt derzeit in Appleton, wo er im dritten Studienjahr am Lawrence Conservatory of Music bei Samantha George studiert. Seit jeher arbeitet er eng mit seinem Bruder, dem Pianisten Kai Frueh, zusammen; gemeinsame Konzerttätigkeiten führten sie bereits in die USA und in die Schweiz. Zudem veröffentlichten sie ein Album mit Werken, die speziell für sie komponiert wurden. Orchestererfahrung sammelte er unter der Leitung von Carlos Miguel Prieto und Daniel Harding im National Youth Orchestra of the United States of America. Derzeit realisiert Frueh gemeinsam mit Isaac Epley und Isabelle Olsen eine Aufnahme von Klarinettentrios am Konservatorium in Lawrence, die unter anderem eine Auftragskomposition von Zachary Good umfasst.
Die 23-jährige Portugiesin Bárbara Ribeiro ist eine Perkussionistin, deren künstlerische Arbeit sich auf zeitgenössische und improvisierte Musik im solistischen wie kammermusikalischen Kontext konzentriert. Konzerttätigkeiten führten sie bereits in wichtige Konzertsäle Europas sowie zu Festivals wie den Darmstädter Ferienkurse und Murten Classics. Sie arbeitet mit Ensembles wie dem Collegium Novum Zürich zusammen, zudem ist sie Mitglied des Trios zIKzAk. Ribeiro wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Kiefer Hablitzel | Göhner Musikpreis 2025, dem 1. Preis beim Wettbewerb für Interpretation zeitgenössischer Musik der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) 2024 sowie dem 2. Preis bei der Italy PAS International Marimba Competition 2022. Ribeiro absolvierte ihren Bachelor an der ZHdK, wo sie bei Klaus Schwärzler, Raphael Christen und Benjamin Forster studierte, und vertieft derzeit ihre Ausbildung im Masterstudiengang Musikpädagogik.