Der britische Dirigent Duncan Ward, 1989 in der Grafschaft Kent geboren, studierte Klavier, Dirigieren und Komposition am Royal Northern College of Music in Manchester. Ausserdem nahm er Unterricht in klassischer indischer Musik bei Ravi Shankar. Auf Empfehlung von Sir Simon Rattle wurde Ward 2012 als erster Dirigent für zwei Jahre in die Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker aufgenommen, wo er Konzerte leitete und Rattle assistierte. Anschliessend war er als Associate Conductor des National Youth Orchestra of Great Britain, als Chefdirigent der Sinfonia Viva und als Musikdirektor des Mediterranean Youth Orchestra tätig: eine Position, die vom Festival d’Aix-ein-Provence für ihn geschaffen wurde. Seit 2021 ist Duncan Ward Chefdirigent von Philzuid, der Südniederländischen Philharmonie. Als Gast dirigierte er das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das London Symphony Orchestra, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und das WDR Sinfonieorchester, das Finnische Radio-Sinfonieorchester und das Orchestre Philharmonique de Luxembourg. 2026/27 stehen Auftritte u. a. bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, beim BBC National Orchestra of Wales, bei der Tampere Filharmonia und beim Osaka Philharmonic, beim Luzerner Sinfonieorchester und beim Orchestra della Svizzera italiana auf seinem Terminkalender. Regelmässig widmet sich Ward auch der Oper: 2022 debutierte er an der Metropolitan Opera in New York mit Mozarts Zauberflöte. Immer wieder brachte er Werke von Benjamin Britten zu Gehör, so A Midsummer Night’s Dream am Opernhaus Zürich, The Turn of the Screw an der English National Opera, Death in Venice an der Staatsoper Stuttgart und Peter Grimes am Opernhaus Köln. Duncan Ward engagiert sich leidenschaftlich für ein breites Repertoire und arbeitet deshalb auch mit Spezialensembles zusammen, von Les Siècles bis zum Balthasar-Neumann-Orchester, vom Ensemble Modern bis zum Ensemble intercontemporain. Überdies ist er ein versierter Komponist, dessen Werke bei der Edition Peters veröffentlicht werden.
Debut bei Lucerne Festival am 13. August 2017 mit Michel van der Aas The Book of Disquiet; zuletzt zu Gast am 9. September 2018 mit Stockhausens Gruppen.
September 2026