Vita

Der Künstler Olafur Eliasson wurde 1967 als Sohn isländischer Eltern in Kopenhagen geboren und studierte dort von 1989 bis 1995 an der Königlich Dänischen Kunstakademie. Anschliessend zog er nach Berlin, wo er das Studio Olafur Eliasson gründete. Dort beschäftigt er zahlreiche Mitarbeitende aus den Bereichen Architektur, Kunstgeschichte, Wissenschaft, Technik, Handwerk und Kochkunst. Seine Arbeiten — Installationen, Gemälde, Skulpturen, Fotografie und Film — kreisen um die Bedeutung der Kunst für die Welt und beschäftigen sich mit Natur und Umwelt. Dabei experimentiert er mit Licht, Wasser, Farbe, Nebel und Duft. So installierte er im Winter 2003/04 bei seinem Weather Project eine künstliche Sonne in der Turbinenhalle der Tate Modern in London; zwei Millionen Besucher*innen verzeichnete diese spektakuläre Schau. Für New York City Waterfalls brachte er 2008 rund um die Südspitze Manhattans vier grosse künstliche Wasserfälle an; für Ice Watch (2014) entnahm er 30 Blöcke Gletschereis aus den Gewässern Grönlands und brachte sie zum Schmelzen, um auf die Auswirkungen der Erderwärmung hinzuweisen. Eliasson schuf das Fjordenhus am Hafen von Vejle, entwarf die Fassade des Konzerthauses Harpa in Reykjavik und gestaltete zum 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich ein neues Fenster für den Dom St. Nikolai in Greifswald. 2003 vertrat er Dänemark auf der 50. Biennale von Venedig. Von 2009 bis 2014 lehrte er als Professor am Institut für Raumexperimente der Universität der Künste in Berlin. Olafur Eliasson engagiert sich auch im sozialen Bereich, etwa mit dem Projekt «Little Sun», das mit Photovoltaik-Akkus versehene LED-Leuchten herausgebracht hat: Sie bieten Menschen ohne Stromanschluss eine künstliche Lichtquelle. 2014 gründete er mit dem Architekten Sebastian Behmann das Studio Other Spaces (SOS). 2019 wurde Eliasson zum UNDP-Goodwill-Botschafter für Klimaschutz ernannt. 2023 erhielt er den Praemium Imperiale für sein künstlerisches Engagement gegen die Klimakrise.

Februar 2026