Vita

Die Wurzeln des Hagen Quartetts reichen bis in die 1970er Jahre zurück, als sich die vier Kinder des Salzburger Bratschisten Oskar Hagen zu einem Ensemble formierten. Bereits 1980 gaben sie ihren Einstand bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern, wie Lucerne Festival damals hiess. Die offizielle «Geburtsstunde» datieren sie aber mit dem Sommer 1981, als Gidon Kremer das junge Quartett zu seinem Kammermusikfest nach Lockenhaus einlud. Zahlreiche Wettbewerbserfolge schlossen sich in den Jahren darauf an — und natürlich Einladungen zu den bedeutendsten Festivals und in die grossen Konzertsäle der Welt. Das Repertoire des Hagen Quartetts, das seit 1987 in seiner heutigen Besetzung spielt, ist breit angelegt und umfasst mit Werken von Haydn bis zur Gegenwart die gesamte Geschichte der Gattung. Von zentraler Bedeutung erwies sich die Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Nikolaus Harnoncourt und György Kurtág; wichtige Partner*innen bei gemeinsamen Auftritten waren Sabine Meyer, Maurizio Pollini, Heinrich Schiff, Mitsuko Uchida, Jörg Widmann und Krystian Zimerman. 2011 prägten die «Hagens», die auch Mitglieder im Lucerne Festival Orchestra waren und sind, als «artiste étoile» den Luzerner Festspielsommer. Das Wiener Konzerthaus ernannte das Ensemble 2012 zum Ehrenmitglied, 2019 erhielt es den Concertgebouw Prijs. Fast 50 CDs erschienen auf dem Markt, zuletzt 2023 eine Einspielung mit Klarinettenquintetten von Mozart und Widmann. Mit Ablauf der Saison 2025/26 beendet das Hagen Quartett seine Konzerttätigkeit; der heutige Abend markiert seinen letzten Auftritt in der Schweiz.

Debut bei Lucerne Festival (IMF) am 23. August 1980 mit Quartetten von Joseph Haydn, Antonín Dvořák und Graz˙yna Bacewicz.

Januar 2026