Violeta Urmana

Die in Litauen geborene Violeta Urmana wurde in ihrem Heimatland sowie bei Josef Loibl in München ausgebildet und debutierte in der Saison 1993/94 am Stadttheater St. Gallen als Laura in La Gioconda. Binnen weniger Jahre wurde sie zum Stammgast der weltweit führenden Bühnen und sang an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala und der Opéra National de Paris, am Royal Opera House London und am Gran Teatre del Liceu Barcelona, an der New Yorker Met und der San Francisco Opera. Das Repertoire der Sängerin umfasste zunächst die grossen dramatischen Mezzo¬partien in den Werken Wagners und Verdis, wobei die Kundry im Parsifal und die Eboli in Don Carlo zu ihren Paraderollen avancierten. Im Sommer 2002 übernahm sie bei den Bayreuther Festspielen mit der Sieglinde in der Walküre erstmals eine Sopranpartie und vollzog anschliessend den Fachwechsel. Mittlerweile gehören Puccinis Tosca, Strauss’ Ariadne, Bellinis Norma sowie Verdis Leonora (La forza del destino), Elisabetta (Don Carlo), Amelia (Un ballo in maschera) und Aida zu ihrem Rollenspektrum. Nachdem Violeta Urmana bei einer konzertanten Aufführung in Rom bereits erste Erfahrungen mit der Partie der Isolde gesammelt hatte, gab sie 2008 in Japan ihr szenisches Rollendebut. Jüngster Neuzugang in ihrem Repertoire ist die Odabella in Verdis Attila, die sie im Frühjahr 2010 bei einer von Riccardo Muti geleiteten Neuproduktion an der Metropolitan Opera gestaltete. Violeta Urmana arbeitete mit vielen bedeutenden Dirigenten zusammen, darunter Claudio Abbado, Pierre Boulez, Riccardo Chailly, Valery Gergiev, James Levine, Zubin Mehta, Simon Rattle, Giuseppe Sinopoli, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst. 2002 wurde ihr in London der «Royal Philharmonic Society Award» verliehen, 2009 wurde sie zur Wiener Kammersängerin ernannt.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 27. August 2002 als Kundry in einer von Claudio Abbado geleiteten Aufführung des Parsifal.

Juli 2010