ensemble recherche

Seit seiner Gründung im Jahr 1985 hat das ensemble recherche, das in Freiburg im Breisgau ansässig ist, mit rund sechshundert Uraufführungen die Entwicklung der zeitgenössischen Kammermusik massgeblich mitgestaltet. Die neunköpfige Solistenformation wirkt neben ihrer ausgedehnten Konzerttätigkeit, darunter eine eigene Konzertreihe in Freiburg, bei zahlreichen Musiktheaterprojekten mit, produziert für Hörfunk und Film und gibt Kurse für Instrumentalisten und Komponisten. Das Repertoire setzt an bei den Klassikern des ausgehenden 19. Jahrhunderts und reicht vom französischen Impressionismus über die Zweite Wiener Schule und den Expressionismus bis zum Spektralismus und den avantgardistischen Experimenten der Gegenwartskunst. Ein weiterer Schwerpunkt gilt der Musik vor 1700, die aus zeitgenössischer Sicht neu beleuchtet wird. Über fünfzig Einspielungen dokumentieren die künstlerische Arbeit auf CD. Gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester veranstaltet das ensemble recherche die jährlich stattfindende Ensemble-Akademie Freiburg: ein Forum für die Weiterbildung professioneller Instrumentalisten in der Alten wie der Neuen Musik. Mit Freiburger Grundschülern führen die Musikerinnen und Musiker das «Jugendklangprojekt» Hör mal! durch. Gastspiele führten das ensemble recherche zu den Donaueschinger Musiktagen, zum Ultraschall-Festival Berlin, zu den Wittener Tagen für neue Kammermusik, zur Biennale di Venezia, zu den Salzburger Festspielen und zu Wien Modern. Im Frühjahr 2014 gestaltete das ensemble recherche die Uraufführung von Hèctor Parras Das geopferte Leben bei der Münchener Biennale; wenige Wochen später stand eine Produktion von Luigi Nonos Prometeo beim Holland Festival auf dem Programm, die im Juli auch bei den Zürcher Festspielen gezeigt wurde. Neben ihrer künstlerischen Arbeit lehren die Mitglieder des Ensembles u. a. bei den Internationalen Ferienkursen in Darmstadt.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 5. September 1992 mit Musik von Mathias Spahlinger, André Richard, Luigi Nono und Helmut Lachenmann.

August 2014