Ensemble Raro

Das Ensemble Raro, das 2004 gegründet wurde, hat sich nach dem weisen Meister Raro benannt, einer phantastischen Gestalt aus Robert Schumanns imaginärem Künstlerkreis der «Davidsbündler». Die vier Mitglieder, die im heutigen Konzert zu hören sind, stammen aus verschiedenen europäischen Ländern: Die Pianistin Diana Ketler, die heute als Professorin für Klavier an der Royal Academy of Music in London lehrt, wurde in Riga geboren; der Geiger Erik Schumann wiederum ist Spross einer deutsch-rumänisch-japanischen Familie aus Köln. Aus Rumänien kommt der Bratschist Razvan Popovici, und Cellist Bernhard Naoki Hedenborg erblickte als Sohn japanisch-schwedischer Eltern in Salzburg das Licht der Welt. Weitere Mitglieder der Formation sind ausserdem Alina Pogostkina, Alexander Sitkovetsky, Adrian Brendel und Reto Bieri. Das Ensemble Raro hat sich zum Ziel gesetzt, in seinen Programmen verschiedene Künste, Epochen und Genres zu verbinden: Das Spektrum reicht von Literaturkonzerten mit Autoren und Schauspielern über Kammermusikabende, zu denen bildende Künstler eine Visualisierung beitragen, bis zu experimentellen Auftritten mit DJs. Das Repertoire des Ensembles umfasst Klassiker wie Mozart und Beethoven, Romantiker wie Schumann oder Brahms und natürlich auch Zeitgenossen, etwa Osvaldo Golijov und Pe¯teris Vasks. Dabei schliessen sich die Musikerinnen und Musiker regelmässig mit weiteren Kollegen wie dem Pia­nisten Konstantin Lifschitz, den Geigerinnen Baiba Skride und Carolin Widmann oder der Sopranistin Marlis Petersen zusammen. Auftritte führten das Ensemble Raro in das Konzerthaus und den Musikverein nach Wien, in die Londoner Wigmore Hall und die New Yorker Carnegie Hall, nach Berlin, Paris und Tokio. «In residence» waren die Musikerinnen und Musiker beim Chiemgauer Musikfrühling in Traunstein, bei den Pèlerinages in München, beim SoNoRo Festival in Bukarest und beim Kobe Music Festival in Japan. Zwei CDs dokumentieren bislang die künstlerische Arbeit.

August 2011