Collegium 1704

Das Prager Barockorchester Collegium 1704 und das dazugehörige Vokalensemble Collegium Vocale 1704 wurden 2005 von Václav Luks gegründet. Der Name der Ensembles bezieht sich auf das Jahr 1704, in dem der tschechische Komponist Jan Dismas Zelenka erstmals mit seinen Werken in die Öffentlichkeit trat. Entsprechend bildet Zelenkas Œuvre einen Schwerpunkt im Repertoire des Collegium 1704 – zahlreiche Kompositionen dieses barocken Meisters haben die Musikerinnen und Musiker in den vergangenen Jahren der Vergessenheit entrissen und einigen von ihnen – so etwa der Missa votiva – zu einem Siegeszug rund um die Welt verholfen. Das Collegium 1704 ist Residenzensemble beim St.-Wenzel-Musikfestival in Ostrava und tritt regelmässig beim Prager Frühling auf. Seit 2008 veranstaltet es die Konzertreihe «Musikbrücke Prag – Dresden», die den Lebensweg Zelenkas an seinen bedeutendsten Stationen nachzeichnet und in beiden Städten stattfindet. Auch als Opernorchester ist das Collegium 1704 erfolgreich: So brachte es im Händel-Jahr 2009 den Rinaldo am Nationaltheater Prag, am Grand Théâtre de Luxembourg, an der Opéra de Rennes und am Théâtre de Caen zu Aufführung, verbunden mit einer Übertragung im französischen Fernsehen. 2011 wurde die Produktion dann in der Opéra Royal de Versailles wiederaufgenommen. In der Saison 2012/13 stand für das Collegium 1704 zunächst eine Tournee mit Magdalena Kožená auf dem Programm; ausserdem gastierte das Ensemble beim Flandern Festival, bei «Oude Muziek» in Utrecht, in Brüssel sowie in Köln und interpretierte Josef Mysliveceks Oper L’Olimpiade in Prag, Caen, Dijon und Luxembourg. Für seine Zelenka-Einspielungen wurde das Collegium 1704 u. a. mit dem «Diapason d’Or», dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» und der «Editor’s Choice» des Magazins Gramophone geehrt.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL im Sommer 2013 mit Werken von Johann Sebastian Bach und Jan Dismas Zelenka.

Juni 2013