Anne Sofie von Otter

soprano

Die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter studierte am Konservato¬rium ihrer Heimatstadt Stockholm und an der Londoner Guildhall School, wo sie von Vera Rozsa unterrichtet wurde. Ihre Laufbahn begann 1982 am Thea¬ter Basel; Debuts in Aix-en-Provence (La finta giardiniera, 1984), am Londoner Covent Garden und an der Bayerischen Staatsoper (jeweils als Cherubino, 1985) sowie an der Mailänder Scala (1986) führten sie zu internationaler Reputation. Mit Glucks Alceste, Händels Ariodante und Giulio Cesare, Mozarts La clemenza di Tito und der Clairon im Capriccio von Strauss war Anne Sofie von Otter in Paris erfolgreich. Die Wiener Staatsoper verpflichtete sie für zwei weitere grosse Strauss-Partien, als Komponist und Octavian; beim Glyndebourne Festival stand sie als Carmen auf der Bühne. Regelmässig gastiert sie an der New Yorker Metropolitan Opera, wo sie auch erstmals Debussys Mélisande interpretierte. Ihr Rollenspektrum hat Anne Sofie von Otter in jüngster Zeit um zwei Wagner-Partien erweitert: Als Brangäne im Tristan war sie in Los Angeles und New York zu erleben, als Waltraute in der Götterdämmerung in Aix und bei den Osterfestspielen Salzburg. In der Saison 2009/10 kehrte sie in der Titelrolle von Offenbachs La Grande Duchesse de Gerolstein nach Basel zurück und interpretierte die Gräfin Geschwitz in Bergs Lulu an der Metropolitan Opera; mit dem Jazz-Pianisten Brad Mehldau trat sie in London, Paris und Oslo auf. Einen zentralen Rang nimmt für Anne Sofie von Otter das Lied- und Konzertrepertoire ein, letzteres im Zusammenspiel mit Dirigenten wie Abbado, Boulez, Christie, Gardiner, Haitink, Levine, Minkowski, Salonen und Tilson Thomas. Ihre CD-Einspielungen wurden u. a. mit dem «Cannes Classical Award», dem «Echo Klassik» und dem «Grammy» gewürdigt; ihre Aufnahme mit Liedern aus dem Konzentrationslager Theresienstadt erhielt 2007 den «Diapason d’Or».

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1996 mit einem Liedrezital (Alfvén, Sibelius, Grieg, Schubert und Strauss), am Klavier Bengt Forsberg.

10. Juli 2010