Zubin Mehta

Dirigent

Zubin Mehta, der 1936 als Sohn des Geigers und Dirigenten Mehli Mehta in Mumbai geboren wurde, absolvierte sein Studium in Wien, wo er die Fächer Orchesterleitung (bei Hans Swarowsky), Kontrabass, Schlag­­zeug und Komposition belegte. 1958 gewann er den Dirigentenwettbewerb von Liverpool. Erste Chefpositionen führten ihn zum Orchestre symphonique de Montréal (1961–67) und zum Los Angeles Philharmonic (1962–78). Legendär ist vor allem Mehtas Zusammenarbeit mit dem Israel Philharmonic Orchestra, die im Jahr 1961 begann und 1977 in die Berufung zum Chefdirigenten mündete; dieses Amt wird er zum Ende des Jahres 2019 niederlegen. Ausserdem leitete Zubin Mehta als Musikdirektor das New York Philharmonic (1978–91), den Maggio Musicale in Florenz (1985–2017) und die Bayerische Staatsoper (1998–2006). Als Operndirigent ist er auch bei den Salzburger Festspielen, an der New Yorker Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper und am Londoner Royal Opera House aufgetreten. Zubin Mehta ist Träger des Nikisch-Rings und Ehrenmitglied der Berliner Philharmoniker sowie der Gesellschaft der Musikfreunde Wien und der Wiener Philharmoniker, deren Neujahrskonzerte er fünfmal dirigierte. Ausserdem ist er Ehrendirigent der Münchner Philharmoniker, des Los Angeles Philharmonic, des Bayerischen Staatsorchesters und der Staatskapelle Berlin. Mit seiner musikalischen Arbeit setzte Zubin Mehta immer wieder Akzente im politisch-humanitären Bereich, etwa 1990 mit einem Gemeinschaftskonzert der Berliner Philharmoniker und des Israel Philharmonic Orche­stra. Zusammen mit seinem Bruder Zarin hat er in Mumbai die Mehli Mehta Music Foundation gegründet, um indische Kinder an die klassische westliche Musik heranzuführen. Zubin Mehta ist Ehrenbürger von Florenz und Tel Aviv; im Oktober 2008 wurde er in Tokio mit dem «Praemium Imperiale» ausgezeichnet.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 4. September 1964 mit den Wiener Philharmonikern; auf dem Programm standen Werke von Gottfried von Einem, Franz Liszt und Johannes Brahms.

Juli 2019