Yannick Nézet-Séguin

Dirigent

Yannick Nézet-Séguin, 1975 in Montréal geboren, studierte Klavier, Dirigieren, Komposition und Kammermusik am Conservatoire de Musique du Québec. Als 19-Jähriger lernte er Carlo Maria Giulini kennen, den er bei Proben und Konzerten begleiten durfte und von dem er wichtige Impulse erhielt. Nach ersten Stationen als Chorleiter u. a. an der Opéra de Montréal gründete Nézet-Séguin 1995 sein eigenes Ensemble La Chapelle de Mont-
réal und wurde im Jahr 2000 zum Musikdirektor des Orchestre Métropo-litain in Montréal berufen. Von 2008 bis Sommer 2018 leitete er als Chefdirigent das Rotterdam Philharmonic; seit 2012 steht er an der Spitze des Philadelphia Orchestra, seit 2018 amtiert er ausserdem als Musikdirektor der Metropolitan Opera in New York, wo er 2019/20 Puccinis Turandot, Massenets Werther und eine Neuproduktion von Bergs Wozzeck herausbringen wird. Im September eröffnet er eine Residenz in der New Yorker Carnegie Hall. Yannick Nézet-Séguin tritt bei den führenden europäischen Orchestern auf: bei den Berliner Philharmonikern, die er im Frühjahr 2019 auf einer Europa-Tournee dirigierte, den Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Chamber Orchestra of Europe und dem London Philharmonic Orchestra, dem er von 2008 bis 2014 als Principal Guest Conductor verbunden war. In den USA dirigierte er auch das Boston Symphony und das Los Angeles Philharmonic. Bei den Salzburger Festspielen debutierte Nézet-Séguin 2008 mit Gounods Roméo et Juliette; auch am Londoner Royal Opera House, an der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper war er zu Gast. Am Festspielhaus Baden-Baden erarbeitete er einen Zyklus der sieben letzten Mozart-Opern, die bei der DG als CD-Mitschnitt erscheinen. Yannick Nézet-Séguin ist mehrfacher Ehrendoktor, «Companion of the Order of Canada» sowie Officier im «Ordre du Québec» und im «Ordre de Montréal». 2016 wurde er von Musical America zum «Artist of the Year» gewählt.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 13. September 2011 am Pult der Wiener Philharmoniker mit Werken von Messiaen, Schubert, Debussy und Ravel
 
August 2019