Vita

Die Tschechische Philharmonie feierte in diesem Jahr ihren 130. Geburtstag. Am 4. Januar 1896 fand das erste Konzert statt, bei dem kein Geringerer als Antonín Dvořák am Pult stand und eigene Werke dirigierte. Seither setzt das Orchester Massstäbe mit seinen Aufführungen tschechischer Musik, mit Smetana, Dvořák, Janáček und Martinů, aber auch mit seinen Mahler-, Brahms- und Tschaikowsky-Interpretationen. Mahler brachte in Prag 1908 seine Siebte Sinfonie zur Uraufführung. Weltruhm erlangte das Orchester unter der Leitung von Václav Talich, der von 1919 bis 1941 als Chefdirigent amtierte. Rafael Kubelík, Karel Ančerl und Václav Neumann setzten seine Arbeit fort. Seit 2018 steht Semyon Bychkov an der Spitze; 2028 wird er nach zehn Jahren sein Amt als Musikdirektor an Jakub Hrůša übergeben. Seit 2024 hat Sir Simon Rattle die Position des Ersten Gastdirigenten inne. 2026/27 präsentiert die Tschechische Philharmonie 72 Konzerte in der Tschechischen Republik und ist mit 22 Auftritten auf Gastspielreisen durch Europa zu erleben. Einen Saisonschwerpunkt widmet das Orchester Ludwig van Beethoven zum 200. Todestag. Als composer-in-residence wird Thomas Adès an die Moldau kommen, artist-in-residence ist die Geigerin Janine Jansen. Auf CD veröffentlichte die Tschechische Philharmonie zuletzt im Frühjahr 2026 sämtliche Mahler-Sinfonien mit Bychkov. Das Orchester engagiert sich mit rund 300 Projekten pro Saison für Schulen und sozial benachteiligte Gruppen, darunter «Romano drom» für Roma-Kinder. Ausserdem gibt es ein eigenes Jugendorchester und eine Orchesterakademie für den professionellen Nachwuchs.

Debut bei Lucerne Festival (IMF) am 26. August 1969 von Suk, Smetana und Martinů unter der Leitung von Václav Neumann.

Mai 2026