Vita

Der britische Komponist, Dirigent und Pianist Thomas Adés, geboren 1971 in London, studierte Klavier bei Paul Berkowitz und Komposition bei Robert Saxton an der Guildhall School of Music and Drama; er schloss seine Ausbildung bei Alexander Goehr und Robin Holloway am King’s College in Cambridge ab. Mit seinem Ensemblestück Living Toys, das ihm 1994 den Paris Rostrum eintrug, wurde er international bekannt. 1995 kam seine Kammeroper Powder Her Face heraus, die ebenso wie seine Musikdramen The Tempest (2004) und The Exterminating Angel (2016) oder sein Ballett The Dante Project (2020) seither an vielen Bühnen gezeigt worden ist. Vor allem aber war es Asyla, uraufgeführt 1997 von Sir Simon Rattle und ausgezeichnet mit dem Grawemeyer Award, das seinen Weltruhm begründete. Adès’ Orchesterstücke wurden von den New Yorker und den Berliner Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic und dem Boston Symphony Orchestra aus der Taufe gehoben. 2022 war er composer-in-residence bei Lucerne Festival, wo er sein für Anne-Sophie Mutter komponiertes Air für Violine und Orchester herausbrachte. Als Dirigent widmet sich Adès auch Partituren anderer Komponist*innen. Dabei leitete er das Philharmonia, das San Francisco und das London Symphony Orchestra, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Royal Concertgebouw Orchestra, die Tschechische Philharmonie und das Leipziger Gewandhausorchester. In der Saison 2025/26 hat er den «Creative Chair» beim Tonhalle-Orchester Zürich inne. Anfang Mai hielt er in Budapest eine Meisterklasse für Komposition und Dirigieren im Rahmen der Feiern zu György Kurtágs 100. Geburtstag. Als Operndirigent trat Adès am Londoner Royal Opera House, an der Metropolitan Opera, am Opernhaus Zürich, an der Wiener Staatsoper, der Opéra national de Paris und der Los Angeles Opera auf, als Pianist in der New Yorker Carnegie Hall und der Londoner Wigmore Hall. 2017 erhielt Thomas Adès den Léonie Sonning Music Prize und 2021 den Toru Takemitsu Composition Award.

Als Komponist stellte sich Adès erstmals 2002 bei Lucerne Festival vor.

März 2026