Shanghai Symphony Orchestra

Das Shanghai Symphony Orchestra feiert in diesem Jahr seinen 140. Geburtstag: Gegründet 1879, ist es das älteste chinesische Orchester. Zunächst trat es als «Shanghai Public Band» auf, wurde dann 1922 in «Shanghai Municipal Council Symphony Orchestra» umbenannt und erhielt 1956 seinen heutigen Namen. Prägend wirkte vor allem der italienische Dirigent Mario Paci, der 1919 die Leitung übernahm und die jungen chinesischen Musiker mit der westlichen Musik bekanntmachte. Ausserdem regte er auch chinesische Komponisten zu neuen Werken an und sorgte dafür, dass sie in den Programmen zu Gehör gelangten. Die Geschichte des Shanghai Symphony Orchestra, das bald als eines der besten Orchester im Fernen Osten galt, verlief somit parallel zur Entwicklung der neueren chinesischen Musik. Seit den späten 1970er Jahren, nach dem Ende der «Kulturrevolution», hat das Shanghai Symphony Orchestra eine rege Tourneetätigkeit aufgenommen. 1990 feierte es sein Debut in der New Yorker Carnegie Hall, 2004 gastierte es im Rahmen des Chinesisch-Französischen Kulturjahrs erstmals in Europa, 2005 trat es als erstes chinesisches Orchester in der Berliner Philharmonie auf. Seit 2009 amtiert Long Yu als Musikdirektor. Unter seiner Stabführung konzertierte das Ensemble, als Kulturbotschafter der Expo 2010, gemeinsam mit den New Yorker Philharmonikern vor 100.000 Besuchern im Central Park. Mittlerweile unternimmt das Shanghai Symphony Orchestra regelmässig Gastspielreisen in alle Welt; so ist es im Sommer 2019 bei den BBC Proms, beim Edinburgh und beim Ravinia Festival, in Grafenegg und im Amsterdamer Concertgebouw zu erleben. Seit 2014 residiert es in der neuerbauten Shanghai Symphony Hall, die über zwei unterirdisch angelegte Konzertsäle verfügt. Für seine Einspielung von Tan Duns Filmmusik Crouching Tiger, Hidden Dragon wurde das Orchester mit einem «Grammy» ausgezeichnet.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 2017 als erstes chinesisches Orchester, unter der Leitung von Long Yu und spielte Werke von Avshalomov, Tschaikowsky und Schostakowitsch.

Juli 2019