Sergej Redkin

Klavier

Sergej Redkin, Jahrgang 1991, stammt aus dem sibirischen Krasnojarsk. Dort begann er seine Klavierausbildung im Alter von sechs Jahren an der Staatlichen Musikakademie und erhielt auch schon früh Unterricht in den Fächern Improvisation und Komposition. 2004 zog er nach St. Petersburg, wo er das Studium am Rimsky-Korsakow-Konservatorium aufnahm, zunächst in der Spezialschule für Hochbegabte, ab 2009 dann als regulärer Student in der Klasse von Alexander Sandler. Bei Alexander Mnatsakanyan, einem der letzten Schostakowitsch-Schüler, setzte er seine Kompositionsstudien fort. Als Stipendiat des Hauses der Musik in St. Petersburg nahm Redkin ab 2011 mehrfach an der «International Piano Academy Lake Como» teil, wo er u. a. mit Dmitri Bashkirov, Peter Frankl und Fou Ts’ong zusammenarbeitete. 2012 gewann er die «International Maj Lind Piano Competition» in Helsinki, 2013 die Prokofjew-Konkurrenz in St. Petersburg, und 2015 errang er beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau die Bronzemedaille. Valery Gergiev verpflichtete ihn daraufhin für Auftritte mit dem Mariinsky Orchestra in Paris, New York und Mexiko und lud ihn ein zu einem Prokofjew-Marathon im Rahmen seines Festivals «MPHIL 360°» in München, wo Redkin die letzten beiden Klaviersonaten des Komponisten zu Gehör brachte. Mit Rezitalen und als Kammermusiker trat er nicht nur in Moskau, St. Petersburg und diversen anderen russischen Städten, sondern auch in Deutschland, Österreich, Frankreich, Polen, Finnland, Schweden und in der Schweiz auf. 2017/18 debutierte er beim Staatlichen Sinfonieorchester Moskau und beim Philharmonia Orchestra; ausserdem war er u. a. im Brucknerhaus Linz, beim Klavier-Festival Ruhr, beim Klavierolymp Bad Kissingen, in Basel und Brüssel zu hören. Sergej Redkin hat bereits mehrere Kompositionen vor allem in den Bereichen Klavier- und Kammermusik vorgelegt.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 2. September 2017 mit dem Vierten und dem Fünften Klavierkonzert von Sergej Prokofjew beim Prokofjew-Marathon des Mariinsky Orchestra unter Valery Gergiev.

Juli 2018