Vita

Das Rotterdam Philharmonic Orchestra kann auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken. Gegründet 1918, setzte es sich zunächst aus Musikern zusammen, die allein zu ihrem Vergnügen konzertierten; doch ab 1930, als Eduard Flipse die Leitung übernahm, erfolgten die Professionalisierung und der Aufstieg zu einem der führenden Orchester der Niederlande. Nach Flipses Rückzug im Jahr 1962 amtierten Franz-Paul Decker, Jean Fournet, Edo de Waart, David Zinman, James Conlon und Jeffrey Tate als Chefdirigenten. Dreizehn Jahre lang, von 1995 bis 2008, stand Valery Gergiev an der Spitze des Rotterdam Philharmonic Orchestra und brachte es zu Weltruhm. Zu den Neuerungen, die er initiierte, zählen auch die jährlichen Gergiev-Festivals, die der Maestro bis heute leitet, so im September 2019 wieder unter dem Motto «Paris, mon amour». Von 2008 bis Sommer 2018 war Yannick Nézet-Séguin als Music Director in Rotterdam tätig; bei seinem Abschied wurde er zum Ehrendirigenten ernannt. Seit Herbst 2018 hat der junge israelische Maestro Lahav Shani seine Nachfolge übernommen; mit ihm ging das Orchester im Frühsommer 2019 auf China-Tournee. Stammsitz des Rotterdam Philharmonic Orchestra ist seit 1966 das Kulturzentrum «De Doelen», dessen Grosser Saal 2.200 Besuchern Platz bietet. Neben den Sinfoniekonzerten gestalten die Musikerinnen und Musiker auch regelmässig Opernaufführungen an der Niederländischen Nationaloper und sind mit einer Residenz am Pariser Théâtre des Champs-Élysées Stammgäste. Mit seinen Konzerten, Gastspielreisen und Education-Angeboten erreicht das Orchester jährlich ein Publikum von 150.000 bis 200.000 Musikliebhabern. Ein vielfältiger Katalog mit CD-Einspielungen, die von Dokumenten aus den Gründerjahren unter Eduard Flipse bis zu aktuellen Aufnahmen mit Yannick Nézet-Séguin reichen, spiegelt die künstlerische Arbeit.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 1999 unter der Leitung von Valery Gergiev.

Juli 2019